Ärger beim FC Bayern : Uli Hoeneß: "Wir spielen seit Wochen Dreck"

Präsident Uli Hoeneß ermahnt die Bayern-Profis nach dem „Warnschuss“ gegen Arsenal. Im Viertelfinale der Champions League wünscht sich Vorstandschef Rummenigge nur eines nicht, ein deutsches Duell mit Borussia Dortmund.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist nach dem schwachen Auftritt gegen den FC Arsenal wütend auf die Mannschaft.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist nach dem schwachen Auftritt gegen den FC Arsenal wütend auf die Mannschaft.Foto: dpa

Uli Hoeneß war aufgebracht. Beim Präsidenten des FC Bayern war nach der 0:2-Heimniederlage gegen den FC Arsenal jegliche Vorfreude auf die Auslosung der Viertelfinalspiele in der Champions League verflogen. „Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck“, schimpfte Hoeneß am Mittwochabend nach der ersten Niederlage der Bayern 2013 in den Katakomben der Münchner Fußball-Arena.

Auch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge sprach von einem „Warnschuss“ für den designierten deutschen Meister: „Wir können von Glück sagen, dass wir in London ausreichend Tore erzielt haben.“ Dank des 3:1-Hinspielsieges reichten die Treffer von Olivier Giroud (3. Minute) und Laurent Koscielny (86.) für Arsenal im Achtelfinal-Rückspiel nicht. Trotzdem war Gäste-Trainer Arsène Wenger „sehr stolz“ auf seine Team, das sich rehabilitieren konnte.

Hoeneß: "Es ist fünf vor Zwölf"

Hoeneß ermahnte dagegen die Münchner Profis. „Wenn wir so wie heute spielen, gewinnen wir gegen keinen“, zürnte er. Der Präsident sprach im ZDF von einem Negativtrend beim Bundesliga-Tabellenführer, der schnellstens gestoppt werden müsste: „Wir haben seit einigen Wochen, ob in Hoffenheim, gegen Düsseldorf oder heute, nicht mehr so gut gespielt. Wenn die Mannschaft jetzt die richtigen Konsequenzen zieht, dann ist es noch fünf vor Zwölf. So gewinnen wir jedenfalls nichts in der Champions League.“

Jupp Heynckes mochte mit seinem Team, dem in der Offensive die Impulse des verletzten Frank Ribéry fehlten und im Mittelfeld die ordnende Hand des gesperrten Bastian Schweinsteiger, nicht so hart ins Gericht gehen. „Sie hat nicht agiert wie gewohnt. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Nationalspieler Thomas Müller ordnete die Schlappe als rechtzeitigen Schuss vor den Bug ein: „Es ist ganz gut jetzt, dass wir mal wieder einen Dämpfer haben in unserer heiteren Sonnenschein-Welt.“ Im 37. Pflichtspiel der Saison erzielten die Münchner erstmals kein Tor.

Im Viertelfinal-Hinspiel ist Javi Martinez gesperrt

Mit Blick auf die Auslosung an diesem Freitag äußerte Rummenigge die Hoffnung, „dass es kein deutsch-deutsches Duell“ mit Borussia Dortmund geben möge. Weitere mögliche Bayern-Gegner neben dem BVB sind das spanische Trio FC Barcelona, Real Madrid und FC Malaga sowie Schalke-Bezwinger Galatasaray Istanbul, Paris St. Germain und Juventus Turin. Im Hinspiel Anfang April werden die Bayern ohne Javi Martínez antreten müssen, der gegen Arsenal die dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb sah und gesperrt zuschauen muss. (dpa)

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