Sport : Ärger im Stillen

Judith Arndt wird im Zeitfahren nur Elfte

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Athen Über die verpasste Goldmedaille im Straßenrennen am Sonntag hat sich Judith Arndt recht unfein öffentlich geärgert. Gestern akzeptierte die Radsportlerin ihren elften Platz beim Zeitfahren ohne große Unmutsbekundungen. „Das Leben geht weiter“, sagte die 28-Jährige. „Ich habe mich auch gut gefühlt – aber ich war einfach nicht schnell.“

Diese Erkenntnis hatte sie auf dem 24 Kilometer langen Zeitfahrkurs schon nach der ersten Zwischenzeit gewonnen. Als Mitfavoritin gestartet, wies Arndt zu diesem Zeitpunkt bereits einen Rückstand von fast einer Minute auf die spätere Gewinnerin Leontien Zijlaard- van Moorsel aus den Niederlanden aus. Die dreimalige Olympiasiegerin von Sydney kam nach 31:11 Minuten ins Ziel und verwies Deirdre Demet-Moore (USA/31:35) und die Schweizerin Katrin Thürig (31:54) auf die Medaillenränge. Arndt überquerte die Ziellinie nach 32:46 Minuten mit einem Rückstand von mehr als eineinhalb Minuten auf die Siegerin. Trixi Worrack aus Cottbus wurde Fünfzehnte.

Am Sonntag war Arndt mit gestrecktem Mittelfinger über die Ziellinie gerollt, um gegen die Entscheidung des Bundes Deutscher Radfahrer zu protestieren, ihre Lebenspartnerin Petra Roßner nicht für die Spiele zu nominieren. Diesmal verschwand sie zunächst wortlos; erst später verlieh sie ihrer Enttäuschung Ausdruck. Die richtete sich aber nur gegen sie selbst. „Das war heute ganz schlecht“, sagte Arndt. „Der Kopf hat einfach nicht mitgespielt.“ Tsp

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