Sport : Affäre Mohren: Durchsuchung bei Sporthilfe

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Frankfurt am Main In der Korruptions-Affäre um den ehemaligen Sportchef des Mitteldeutschen Rundfunks Wilfried Mohren sind am Dienstag die Büroräume der Stiftung Deutsche Sporthilfe von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Nach Angaben von Sporthilfe-Chef Hans-Ludwig Grüschow hätten die Beamten zahlreiche Akten, aber keine Computer mitgenommen. Er selbst sei nicht vernommen worden. „Die Sporthilfe hat den Ermittlern sämtliche Unterlagen zur Verfügung gestellt“, hieß es in einer Erklärung der Sporthilfe.

Grüschow hatte eingeräumt, dass der in Untersuchungshaft sitzende Mohren als „Medienbotschafter“ seit 2003 etwa 45 000 Euro von der Sporthilfe erhalten habe. Bei den Spitzensportverbänden hatte sich Grüschow entschuldigt, dass der „Eindruck entstehen konnte, die Sporthilfe habe auf die Unabhängigkeit von Redaktionen Einfluss nehmen wollen“. Als Vorstandschef der Techem AG, einem Heiztechnik-Unternehmen, hatte Grüschow 1997 einen Vertrag mit Mohren zu verantworten. Für Moderationen bekam Mohren insgesamt 100 000 Euro. Grüschow, der nicht mehr für Techem arbeitet, hatte darüber gesagt: „Der Vertrag ist rechtlich einwandfrei.“ Tsp/dpa

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