Afrika-Cup : 44-jähriger Torwart führt Ägypten ins Finale

Gegen Außenseiter Burkina Faso tat sich der Rekordsieger sehr schwer. Im Elfmeterschießen konnte sich Ägypten aber auf Routinier Essam El Hadary verlassen.

Jubel um Essam El Hadary: Die Ägypter wussten, bei wem sie sich für den Final-Einzug bedanken mussten.
Jubel um Essam El Hadary: Die Ägypter wussten, bei wem sie sich für den Final-Einzug bedanken mussten.Foto: REUTERS

Burkina Faso ist im Afrika-Cup mit viel Pech an Rekordsieger Ägypten gescheitert. Erst im Elfmeterschießen verlor der Außenseiter das Halbfinale am Mittwoch mit 3:4, nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Bertrand Traoré von Ajax Amsterdam vergab den entscheidenden Schuss. Held beim glücklichen Sieger war Torhüter Essam El Hadary, der am Ende glänzte.

„Burkina Faso hat viel Druck gemacht, sie waren körperlich einfach stärker als wir. Unser Ziel war also, das Elfmeterschießen zu erreichen. Das haben wir geschafft. Und da hatten wir die besseren Nerven und den besseren Keeper“, sagte Ägyptens Trainer Hector Cuper.

Sein Gegenüber Paulo Duarte war bedient: „„Normalerweise kritisiere ich die Schiedsrichter nicht. Aber es war schlimm. Der Gegner ist nie für seine Fouls bestraft worden, zudem wurde uns ein klarer Elfmeter nicht gegeben. Wir waren die klar bessere Mannschaft, sind aber leider nicht belohnt worden.“

Deshalb treffen die Ägypter um ihren 44 Jahre alten Keeper am Sonntag im Finale auf den Gewinner des zweiten Halbfinales zwischen Kamerun und Ghana. Der Torhüter-Routinier strebt nun seinen fünften Triumph beim Afrika Cup an – den ersten Titel mit den Nordafrikanern holte er vor 19 Jahren.

Die Führung für die nicht überzeugenden Ägypter erzielte Mohamed Salah (66.). Der frühere Bundesligaprofi Aristide Bancé (73.) sorgte dann mit seinem Treffer für neue Hoffnung beim Außenseiter. Erstmals musste der siebenmalige Turniergewinner im Turnierverlauf ein Gegentor hinnehmen. Der ehemalige Mainzer, der schon im Viertelfinale gegen Tunesien getroffen hatte, wurde in der 103. Minute ausgewechselt.

Der Weltranglisten-53. zeigte in Gabuns Hauptstadt Libreville eine starke Leistung und hätte eigentlich den Sieg verdient gehabt. Die Gastgeber mit Borussia Dortmunds Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang waren bereits in der Vorrunde ausgeschieden. (dpa)

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