Sport : Alba Berlin: Acht Spiele? 14 Spiele?

Benedikt Voigt

Am vergangenen Samstag deutete sich ein Mentalitätsunterschied bei Emir Mutapcic und Marco Baldi an. "Ich hoffe, dass wir es in acht Spielen schaffen", hatte Trainer Mutapcic auf der Pressekonferenz nach dem 86:80 über die Opel Skyliners gesagt. Das wäre der optimistischste Verlauf für Alba Berlin in den Play-offs um die Deutsche Baskeballmeisterschaft, dann würden die Berliner auf dem Weg zur Titelverteidigung kein Spiel verlieren. Vizepräsident Baldi zog derweil im VIP-Raum der Max-Schmeling-Halle auch den ungünstigsten Fall in Betracht: noch 14 Spiele.

Schon heute beim zweiten Play-off-Spiel in der Frankfurter Ballsporthalle (20 Uhr) wird sich eine dieser beiden Möglichkeiten erübrigt haben. Gewinnt Alba auch das zweite Viertelfinale, so können die Berliner schon am kommenden Samstag in der Max-Schmeling-Halle in die nächste Runde ein-ziehen. Das Viertelfinale wird nach dem Best-of-five-Modus ausgetragen. "Wir müssen von Anfang an besser verteidigen", sagt Mutapcic, "wir dürfen nicht wieder 31 Punkte in einem Viertel kassieren." Über die energische Gegenwehr der Frankfurter war sogar der Trainer ein wenig erstaunt. "Ich war überrascht, dass Frankfurt drei- oder viermal aus acht Metern getroffen hat." Aber so ist das nun einmal bei einem Außenseiter wie Frankfurt. "Die haben keinen Druck, da ist die Hand beim Werfen locker."

Überhaupt nicht locker ist momentan der Wurfarm von Derrick Phelps. Alba muss in Frankfurt voraussichtlich erneut auf den Aufbauspieler verzichten. Der US-Amerikaner hatte sich im Training eine Schulterverletzung zugezogen. Inzwischen kann er zwar im Training mitlaufen. "Aber er kann noch nicht passen", berichtet Mutapcic. Die Situation sei jetzt wie vor dem ersten Spiel. "Wenn er der Mannschaft nicht helfen kann, dann wird er auch nicht spielen." Bei Dejan Koturovic, der immer noch an einer Fußverletzung leidet, hat sich die Situation leicht gebessert. "Er wird spielen", sagt der Trainer. Doch Sprints über das gesamte Feld kann der 2,10 Meter große Centerspieler noch nicht machen. "Die Frage ist, wie lange und wie gut er spielen kann", rätselt der Trainer. Vor dem ersten Viertelfinalspiel hatte Mutapcic gewarnt, dass zwischen der Bundesligarunde und den Play-offs ein 100-prozentiger Unterschied sei. "Aber so etwas kann man 100-mal sagen, das muss i herst im Spiel sehen", sagt der Coach. "Ich hoffe, dass die Mannschaft aus dem ersten Spiel gelernt hat."

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