Alba Berlin : Alba schlägt Nördlingen im Endspurt

Der Deutsche Meister liegt gegen den Tabellenfünfzehnten zunächst zurück, gewinnt aber am Ende mit 88:78.

Helen Ruwald

Zuerst war Ansu Sesay dran, dann Julius Jenkins. Beide Alba-Profis ließen den Ball aus der Distanz in den Korb segeln, der deutsche Basketballmeister ging vor 8277 tobenden Zuschauern gegen die Giants Nördlingen 65:60 in Führung. Zu Beginn des letzten Viertels schienen die Berliner den Tabellen-Fünfzehnten, der zu diesem Zeitpunkt schon neun Dreier versenkt hatte, mit dessen eigenen Mitteln zu schlagen. Doch die Gäste konterten mit den nächsten Distanzwürfen. Erst nach weiterem harten Kampf sicherte sich Alba Berlin den 88:78 (43:45)-Pflichtsieg gegen Nördlingen. „Die Mannschaft hat in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernommen“, lobte Alba-Trainer Luka Pavicevic.

Das Spiel begann für den Deutschen Meister, bei dem Julius Jenkins (22 Punkte, drei Dreier), Casey Jacobsen (22 Punkte, vier Dreier) und Blagota Sekulic (18 Punkte) am besten trafen, nach Plan. Nach 75 Sekunden führten die Gastgeber in der Arena am Ostbahnhof 7:2. Doch die Nördlinger, die ohne Druck aufspielen konnten, glichen zum 7:7 aus – alle sieben Punkte erzielte Center Brian Butch. Alba war in der Verteidigung zu nachlässig, ließ leichte Körbe zu und war bei den Rebounds unterlegen. Albas Ansu Sesay schien mit einem seiner insgesamt sechs Blocks das Signal zu energischerer Verteidigung geben zu wollen. Doch Nördlingen traf beliebig aus der Distanz, viermal in Folge flog der Ball scheinbar mühelos aus großer Entfernung in den Korb. Alba konnte froh sein, dass wenigstens Casey Jacobsen traf und schon in den ersten zehn Minuten neun Punkte beisteuerte.

Im zweiten Spielabschnitt verteidigten die Berliner, bei denen Julius Jenkins wieder gesund war und Johannes Herber deshalb nicht zum Einsatz kam, besser. Das Spiel blieb eng. Vier schnelle Punkte von Blagota Sekulic zum 47:45 unmittelbar nach der Pause ließen die Fans an ein positives Ende glauben, doch dann verlor Alba kurz völlig den Rhythmus. Nördlingen zog mit 9:0-Punkten davon, Alba drohte die erste Bundesliga-Heimniederlage in der neuen Arena. Doch der unermüdliche Kämpfer Aleksandar Nadjfeji reduzierte mit zwei Körben den Rückstand auf fünf Punkte. Mit einem Zähler Rückstand ging Alba ins entscheidende Viertel. Dann segelten die Dreier auf beiden Seiten in den Korb, Julius Jenkins machte noch schnell elf Punkte und führte Alba zum Sieg.

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