Alba Berlin : Albas neuer Center ist fast da

Die Berliner sind sich mit Blagota Sekulic einig, warten aber noch auf die Freigabe für den Montenegriner.

Lars Spannagel

Berlin - Alba Berlin steht kurz vor der Verpflichtung des lang erwarteten Ersatzes für den verletzten Patrick Femerling. Der Deutsche Meister ist sich mit dem 2,09 Meter großen Montenegriner Blagota Sekulic von Aris Saloniki einig. Trotzdem ist der Transfer noch nicht abgeschlossen. „So weit sind wir noch nicht“, sagt Albas Geschäftsführer Marco Baldi. „Es sind noch einige technische Dinge zu klären, das ist keine reine Formalität.“ Auch wenn Aris auf seiner Internetseite den Wechsel schon bekanntgab: Am Freitag fehlte noch die Freigabe des griechischen Klubs, um den Wechsel zu vollziehen.

Der 26-jährige Sekulic, der wie Albas Trainer Luka Pavicevic in Podgorica geboren wurde, spielte in der vergangenen Saison bei Real Madrid, zuvor war er bei den griechischen Klubs Paok Saloniki, Maroussi, AEK Athen sowie bei Partizan Belgrad unter Vertrag. In dieser Saison kommt er für Aris in der griechischen Liga im Schitt auf 7,4 Punkte und rund sechs Rebounds. „Sekulic ist ein intelligenter, für seine Größe sehr beweglicher Spieler“, sagt Baldi. „Er würde sehr gut zu uns und unserem Spiel passen.“ Darüber hinaus erfüllt der Center ein weiteres wichtiges Kriterium: Er ist Stammspieler bei Aris, kommt aus dem Training, steht damit „voll im Saft“, wie Baldi sagt. Die Verpflichtung des Nigerianers Kenny Adeleke war vor rund drei Wochen gescheitert, weil Adeleke nach einer Verletzung durch den Medizin-Check in Berlin fiel.

Baldi hofft, dass sich Alba mit Aris während des Wochenendes einigen kann, Sekulic könnte dann am Montag oder Dienstag in Berlin untersucht werden und einen Vertrag unterschreiben. Das wäre gerade noch innerhalb der Wechselfrist in der Europaliga, die am Dienstagabend abläuft. Damit wäre Sekulic für die verbleibenden drei Spiele in der Europaliga-Zwischenrunde, beim Final Four des deutschen Pokals am kommenden Wochenende sowie in der Bundesliga spielberechtigt.

ALBA BERLIN]Unter dem Korb klafft bei Alba schon fast die gesamte Saison eine große Lücke, die durch die Knieverletzung des 2,15 Meter großen Patrick Femerling entstanden ist. Der deutsche Rekordnationalspieler wird den Berlinern noch mehrere Wochen fehlen. Alba konnte Femerlings Ausfall nicht kompensieren, sowohl in der Europaliga als auch in der Bundesliga ist Alba das reboundschwächste Team. So weit die Verhandlungen bereits auch fortgeschritten sind – Marco Baldi will sich noch nicht über die wahrscheinliche Verstärkung freuen: „Wir haben gelernt, dass man diese Dinge erst verkündet, wenn alles wirklich feststeht.“

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