Sport : Alba Berlin: Alexis bleibt

Helen Ruwald

Drei Uhr war es in der Nacht zum Montag, als bei Marco Baldi das Telefon klingelte. Der Vizepräsident des deutschen Basketballmeisters Alba Berlin war noch wach, er hatte auf den Anruf aus Amerika gewartet. Und als er vernahm, was die Stimme zu sagen hatte, war jegliche Müdigkeit verschwunden. Der Anrufer war Wendell Alexis, der Baldi nächtens die Zusage für ein weiteres Jahr bei Alba gab. Das jährlich wiederkehrende Spielchen um die Zukunft des Forwards ist beendet. "Ich freue mich sehr, so ist ein Höchstmaß an Kontinuität gewährleistet", sagt Baldi. Kein einziger Spieler aus dem letztjährigen Kader hat das Team verlassen. Neu bei Alba ist nur Nationalspieler Mithat Demirel, der vom Mitteldeutschen BC nach Berlin gewechselt ist.

"Es war mein Ziel, meine Karriere in Berlin fortzusetzen. Ich bin froh, dass es so gekommen ist", sagt Alexis. Seit fünf Jahren spielt der mittlerweile 37-Jährige bei Alba, jede Saison hat er die Mannschaft zum Titel geführt, insgesamt 4999 Punkte erzielt. Das Team erfuhr gestern beim ersten Training, dass Alexis seinen Vertrag verlängert. "Wir freuen uns, logisch. Das ist immer eine Wackelpartie, das sind wir inzwischen gewohnt", sagt Jörg Lütcke.

Baldi zufolge haben sich die Verhandlungen nicht übermäßig lang hingezogen. Etwa zehn Gespräche habe es mit Alexis und seinem Berater gegeben, "wir haben vor 14 Tagen erst richtig angefangen". Erst waren Lütcke, Öztürk und Phelps an der Reihe, die alle ihren Vertrag verlängerten. Dann erst nahm Baldi Kontakt zu Alexis auf, "nicht, weil er der Unwichtigste ist, sondern weil er einen guten Teil des Budgets ausmacht und wir vorher alles andere klären wollten".

Während die Berliner Fans die Nachricht von der Vertragsverlängerung herbeisehnten, machte Alexis noch in aller Ruhe in Florida Urlaub. Am Donnerstag wird er in Berlin zurückerwartet.

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