Sport : Alba Berlin: Der beste Mann der Liga

Benedikt Voigt

Als Wendell Alexis eine Minute und zwei Sekunden vor der Schlusssirene ausgewechselt wurde, entrollten einige Fans in Block D ein Plakat. Darauf forderten sie den US-Amerikaner auf, auch in der nächsten Saison für Alba Berlin zu spielen. Der 36-jährige Basketballer hatte am Samstagnachmittag die 4105 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle begeistert. Er traf alle fünf Dreipunktewürfe, war mit 25 Punkten Topscorer und holte zudem acht Rebounds. Das größte Lob sprach Gästetrainer Stefan Koch aus: "Wendell Alexis hat gezeigt, dass er wahrscheinlich der beste Spieler ist, der je in der Bundesliga gespielt hat."

Mit dem besten Mann der Liga und einer aggressiven Teamdefense hatte Alba Berlin am Samstagnachmittag das dritte Play-off-Spiel im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen die Opel Skyliners 85:66 (45:31) entscheiden können. Die Berliner führen nun mit 2:1 und können am Montag in Frankfurt durch einen weiteren Sieg ins Halbfinale gegen Gießen oder Würzburg aufrücken. Die zweite Halbfinalpaarung steht seit gestern bereits fest: Bayer Leverkusen gegen Telekom Baskets Bonn. Obwohl die Berliner auf ihren verletzten Aufbauspieler Derrick Phelps verzichten mussten, zeigte Alba von Beginn an keine Schwäche. Nach fünf Minuten führten sie mit 10:0. "Durch die Aggressivität hat uns Berlin den Schneid abgekauft", sagte Koch. Nur kurzzeitig war Frankfurt durch seinen besten Spieler, Tyron McCoy (15 Punkte), noch einmal auf 14:8 herangekommen, doch zu Beginn des dritten Viertels führte Alba bereits mit 21 Punkten. Dejan Koturovic (14 Punkte), Henrik Rödl (12) und auch der Youngster Stefano Garris (8) verdienten sich ein Sonderlob. "Unser Aggressivität war von Anfang an da", freute sich Alba-Trainer Emir Mutapcic, "das müssen wir am Montag noch einmal wiederholen."

Dann tritt Alba zu Spiel vier in Frankfurt an. Spiel zwei hatten die Berliner überraschend 75:87 verloren, weshalb Koch sagte: "Ich bin optimistisch, dass wir das Spiel gewinnen." In diesem Fall käme es am kommenden Mittwoch (20 Uhr) zu einem Entscheidungsspiel in Berlin.

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