Sport : Alba Berlin: Die Ruhe um Wendell Alexis

Benedikt Voigt

Es ist ruhig geworden um Alba Berlin in den letzten Tagen. Vor zwei Wochen meldete der Deutsche Basketball-Meister, dass der Spielmacher der kommenden Saison denselben Namen trägt wie der Spielmacher der vergangenen Saison. Doch nach der Wiederverpflichtung des US-Amerikaners Derrick Phelps hörte man von Alba Berlin nicht mehr viel. Dabei ist noch eine Personalstelle offen, für viele Alba-Fans sogar die wichtigste: Was ist mit Wendell Alexis?

"Wir verhandeln beinahe täglich mit seinem Agenten", berichtet Marco Baldi. Der Alba-Vizepräsident, der für Personalfragen zuständig ist, urlaubt gegenwärtig in Spanien. Per Handy hält er Kontakt zu Warren LeGarie, dem Agenten des Berliner Publikumslieblings. Doch die Verhandlungen ziehen sich in die Länge. Am 20. August startet Trainer Emir Mutapcic mit dem Training für die neue Saison. "Unser Wunsch wäre, dass wir es bis dahin hinkriegen", sagt Baldi. Wenn nicht, stoße Alexis eben später zum Team. Zumal die Nationalspieler auch erst am 10. September nach der Europameisterschaft in der Türkei in das Training einsteigen. Momentan stehen noch Stipo Papic, Mithat Demirel, Marko Pesic und Nino Garris im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Die endgültige Nominierung für die EM wird Bundestrainer Henrik Dettmann erst nach dem letzten Testspiel am 25. August bekannt gegeben.

Was aber ist das Problem mit Wendell Alexis? "In der Regel geht es in den Verhandlungen um Geld", sagt Baldi, "aber ich habe nicht das Gefühl, dass wir Probleme haben." Offensichtlich will sich Wendell Alexis seine fünfte Saison für die Berliner gut bezahlen lassen. In der Play-off-Phase der vergangenen Saison hatte der 37-Jährige noch einmal gezeigt, wie wichtig er für Alba ist. Dennoch sagt der Alba-Vizepräsident: "Wir wollen uns nicht von einem Spieler abhängig machen." Und so sieht sich Alba Berlin auf dem Markt auch nach anderen Spielern um, die auf der Position vier, der Position von Wendell Alexis, spielen können. "Dass wir Optionen aufbauen ist normal", findet Marco Baldi. Viele Alba-Fans dürften das nicht gerne lesen, hatten sie sich doch am Ende der Saison durch eine Plakataktion in der Max-Schmeling-Halle für einen Verbleib von Alexis ausgesprochen. Doch das will Alba eigentlich auch. Noch wird gepokert. Baldi sagt nur so viel: "Wir werden die Position vier auch in der nächsten Saison besetzen."

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