Alba Berlin : Eurocup-Gegner stehen fest

Alles um die Ecke: Alba Berlins Basketballer treffen im Eurocup auf Mons-Hainaut, Podgorica und Zgorzelec. Doch vorher müssen die Berliner nach Braunschweig.

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Foto: ddp
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Mit ein bisschen Glück hätte es ein glanzvoller Name werden können im ansonsten an Glanz armen Eurocup. Im zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb war gemeinsam mit Alba Berlin auch der französische Klub Asvel Villeurbanne in der Verlosung, bei dem der dreimalige NBA-Champion Tony Parker spielt, zumindest solange sich die US-Profiliga im Arbeitskampf befindet. Der Point Guard, der Frankreich gerade ins Finale der EM geführt hat, wäre aufgrund seines großen Namens auch bei Alba ein gern gesehener Gast gewesen. Die Auslosung in Barcelona schickte Villeurbanne allerdings in Gruppe D, Alba bekommt es in der Gruppe H mit Belgiens Pokalsieger Mons-Hainaut, Buducnost Podgorica aus Montenegro und dem polnischen Vizemeister Turow Zgorzelec zu tun.

Albas Geschäftsführer Marco Baldi will dem verpassten Treffen mit Parker nicht hinterhertrauern. „In ein paar Wochen können die NBA-Spieler sowieso wieder weg sein“, sagt Baldi. „Große Namen kann man in der ersten Runde ohnehin nicht erwarten.“ Viel wichtiger seien zwei andere Aspekte: „Erstens geht es um die Qualität der Gegner, zweitens um die Frage: Wie kommt man dahin?“, sagt Baldi. „Insofern können wir ganz zufrieden sein. Auf Alba warten verhältnismäßig kurze Fahrten – zumindest im Vergleich mit den vergangenen Jahren, als Alba unter anderem nach Mariupol in der Ukraine oder ins knapp 2500 Kilometer entfernte russische Samara reisen musste. Nach Zgorzelec, der Nachbarstadt von Görlitz direkt hinter der deutsch-polnischen Grenze, wird hingegen eine Busfahrt genügen, das Spiel gegen das Team des deutschen Nationalspielers Konrad Wysocki ist für Baldi „fast schon ein Lokalderby“. Für Albas Flügelspieler Marko Simonovic hat eher das Spiel gegen Podgorica eine besondere Bedeutung: Der Serbe war bis zu seinem Wechsel nach Berlin Kapitän des Montenegrinischen Meisters. Beim Vorbereitungsturnier in Izmir war Alba gegen Buducnost ein 59:56-Sieg gelungen.

Die Berliner müssen nach Hin- und Rückspielen mindestens Gruppenzweiter werden, um die nächste Runde zu erreichen. Alba beginnt die Vorrunde am 15. November, ob mit einem Heim- oder Auswärtsspiel, steht noch nicht fest. Bis zum Start des Eurocups warten allerdings noch sechs Bundesligaspiele auf Alba, heute tritt die Mannschaft von Trainer Gordon Herbert zunächst um 19.30 Uhr in Braunschweig an, wo Immanuel McElroy, der bis zum Sommer fünf Jahre für Alba spielte. Nach dem Verpassen der Europaliga und der 69:71-Auftaktniederlage gegen Bremerhaven in der Liga ist Herberts Team eindeutig noch in der Findungsphase. „Wir haben nicht ein oder zwei Dinge, an denen wir arbeiten müssen, sondern viele“, sagt der Kanadier.

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