Alba Berlin gegen Bremerhaven : Das Vorspiel für Bamberg

Am Sonntag kommt es zum Endspiel um Platz eins in der Basketball-Bundesliga zwischen Alba Berlin und den Baskets Bamberg. Zuvor muss das Team von Sasa Obradovic aber noch die Pflichtaufgabe gegen Bremerhaven lösen.

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Sasa Obradovic muss mit Alba noch zweimal gewinnen, um als Hauptrundensieger in die Play-offs zu gehen.
Sasa Obradovic muss mit Alba noch zweimal gewinnen, um als Hauptrundensieger in die Play-offs zu gehen.Foto: dpa

Als großer Freund eiserner Regeln lebt Sasa Obradovic nach dem Grundsatz, dass das nächste Spiel immer das wichtigste ist. In dieser Woche macht der Trainer von Alba Berlin aber eine Ausnahme. Das wichtigste Spiel ist nämlich das übernächste, das mutmaßliche Duell um Platz eins gegen die Baskets Bamberg am Sonntag. Das Heimspiel am heutigen Donnerstag gegen die Eisbären Bremerhaven (20 Uhr, Arena am Ostbahnhof) ist in dieser Hinsicht eine mehr oder weniger lästige Pflichtaufgabe – aber die Voraussetzung dafür, dass es am Sonntag zum Endspiel gegen Bamberg kommt.

„Einerseits bekommt man das nicht aus den Kopf“, sagt Obradovic über das letzte Spiel der regulären Saison am Sonntag. „Andererseits gibt es kein wirkliches Bamberg-Spiel, wenn wir gegen Bremerhaven verlieren.“ Mit jeweils fünf Niederlagen stehen Bamberger und Berliner an der Tabellenspitze, gewinnen beide Klubs heute ihre vorletzten Spiele gegen Bremerhaven (Alba) und Bayreuth (Bamberg), ist der Sieger vom Sonntag Tabellenerster. „Natürlich müssen wir beide Spiele gewinnen“, sagt Obradovic. „Deswegen darf man noch nicht zu viel über Bamberg sprechen.“ Sollte Alba Bremerhaven unterliegen, müsste Obradovics Mannschaft Bamberg mit mindestens 29 Punkten schlagen, um die 69:98-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen und den direkten Vergleich für sich zu entscheiden.

Die Bamberger sind der einzige nationale Konkurrent, gegen den die Berliner in dieser Saison noch nicht gewinnen konnten, neben dem Bundesliga-Hinspiel ging auch das Pokalhalbfinale an die Baskets. Der heutige Gegner Bremerhaven – trainiert vom früheren Alba-Coach Muli Katzurin – hat im Gegensatz dazu in dieser Saison weitestgehend enttäuscht, zuletzt verlor der Tabellen-15. in eigener Halle mit 30 Punkten gegen den 14. Tübingen. „Das Spiel in Berlin ist die letzte Chance für die Spieler, sich mit einer guten Leistung für die neue Saison zu empfehlen“, sagt Obradovic. Für Bremerhaven endet die Saison also heute Abend – für Alba soll sie erst richtig anfangen.

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