Sport : Alba Berlin: Im Zeichen der Fünf

Benedikt Voigt

Wer Alba Berlin in diesen Tagen in der Max-Schmeling-Halle trainieren sieht, dem dürften ein paar unbekanntere Gesichter auffallen. Milan Soukup zum Beispiel, oder Jan Jagla und Christian Kling vom Zweitligisten TuS Lichterfelde. Der Deutsche Basketballmeister ist momentan mehr denn je auf seine jüngsten Trainingsteilnehmer angewiesen, denn ausgerechnet in der wichtigen Play-off-Phase der Bundesliga müssen die Berliner immer wieder einen prominenten Ausfall beklagen. "Wenn einer aus der ersten Fünf ausfällt, können wir schon nicht mehr das Niveau unseres Trainings halten", klagt Trainer Emir Mutapcic.

Am Freitag musste Derrick Phelps wegen seiner Verletzung an der linken Schulter im Training passen. Der Einsatz des Aufbauspielers im dritten Viertelfinalspiel (heute, 15.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) gegen die Opel Skyliners ist sehr fraglich. "Ich bin pessimistisch", sagt Mutapcic. Im zweiten Spiel am Mittwoch hatte Phelps trotz seiner Verletzung gespielt, mit fünf Punkten und fünf Fouls konnte er die Niederlage gegen die Frankfurter jedoch nicht verhindern. 1:1 steht es nun im Play-off-Duell gegen den Tabellenachten nach dem Modus Best-of-five. Alba muss das dritte Spiel gewinnen, damit Frankfurt nicht am Montag die Serie für sich entscheiden kann. Dennoch sagt Mutapcic: "Der Druck ist wie immer." Allerdings bereitet ihm auch der zweite Aufbauspieler Sorgen. Marko Pesic kann hat Husten, kann nicht richtig atmen. Jörg Lütcke und Dejan Koturovic sind weiterhin angeschlagen.

"Die Situation ist wie immer", sagt Emir Mutapcic, "wir haben das schon früher gehabt." Zum Beispiel in der vorigen Saison, als Alba bei Brandt Hagen ebenfalls das zweite Play-off-Spiel verloren hatte und anschließend ohne eine weitere Niederlage zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister wurde. Mutapcic sagt: "Das wollen wir wiederholen."

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