Alba Berlin : Noch trauriger als im Hinspiel

Bei Real Madrid unterliegt Alba durch einen Wurf in letzter Sekunde dramatisch mit 82:83.

Wenn die Hinspiel-Niederlage von Alba Berlin gegen Real Madrid bitter war – wie soll man dann erst das Rückspiel beschreiben? Auch das sechste Spiel der Europaliga-Zwischenrunde endete für Alba mit einer Niederlage. Reals Aufbauspieler Raul Lopez traf mit einem wilden Wurf 0,2 Sekunden vor Schluss zum 83:82 (40:40)-Sieg für Real. Dabei hatten sich die Berliner wieder einmal gegen einen Favoriten als gleichwertiger Gegner erwiesen, kurz vor Schluss sah es sogar nach einem Sieg für Alba aus.

Während es für die Berliner nur noch um einen positiven Abschluss der Europaliga-Saison ging, wollte Madrid mit einem Sieg die Chance auf den ersten Platz in der Gruppe F bewahren. Wegen einer Magen-Darm-Infektion kam Steffen Hamann bei Alba gar nicht zum Einsatz, Aleksandar Nadjfeji spielte nur wenige Minuten. Das verhalf Johannes Herber dazu, dass ihn Trainer Luka Pavicevic völlig ungewohnt im zweiten Viertel kurz aufs Feld schickte. Am meisten profitierte aber Blagota Sekulic vom Fehlen der beiden Mitspieler. Der Montenegriner, der bis zur laufenden Saison selbst für Real gespielt hatte, machte sein bisher bestes Spiel für Alba, am Ende war er mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer des Spiels. Keines der Teams konnte sich absetzen.

Drei Minuten vor dem Ende schien sich Alba für die engagierte Leistung zu belohnen. Zehn Punkte in Folge brachten den Berlinern eine 80:73-Führung. Doch die Gastgeber zeigten erneut die Entschlossenheit, mit der sie das Hinspiel gedreht hatten. Alba verlor im Angriff mehrmals den Ball, während Madrid mit Dreipunktewürfen aufholte. In der letzten Sekunde ließ sich der spanische Aufbauspieler auch von Immanuel McElroys enger Verteidigung nicht stören und verdarb mit seinem Wurf Albas Hoffnung auf ein letztes Erfolgserlebnis in der Europaliga.

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