Alba Berlin : Ohne Magie nach Madrid

Die Basketballer von Alba Berlin wollen bei Real Madrid den Schaden begrenzen. „Da gibt es keine magische Taktik“, sagt Trainer Sasa Obradovic.

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Albas Trainer Sasa Obradovic.
Albas Trainer Sasa Obradovic.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Sasa Obradovic glaubt nicht an Zauberei und er sieht sich auch nicht als Hexenmeister. „Wir können Real Madrid nicht überraschen, es gibt da keine magische Taktik“, sagt der Trainer von Alba Berlin vor dem Euroleague-Spiel am Freitag in Spanien (20.45, kostenpflichtig bei Sport1+). „Auf diesem Niveau bringt das sowieso nichts.“ Der Gruppenerste sei dafür ohnehin zu gut und flexibel, um sie zu überraschen. „Alle elf Spieler von Real sind extrem gut, die können auf jeden Fall die Euroleague gewinnen."
In Spanien hat die Startruppe um Rudy Fernandez in 20 Spielen erst einmal verloren. In der Euroleague-Vorrunde war Madrid die beste Offensiv-Mannschaft, in der Top-16-Phase das beste Defensiv-Team. Also muss der Serbe hoffen, die Alleskönner durch eine Leistungssteigerung zu überraschen. Wo die herkommen soll nach sieben Niederlagen in den bisherigen acht Zwischenrundenspielen? In der Vorbereitung auf das Spiel „können wir nicht allzu viel machen, nur darauf schauen, was wir in den vergangenen Spielen schlecht gemacht haben“. So wie im Hinspiel, als Alba zu Hause Madrid 68:77 unterlag.

Neuzugang Ali Traoré kann zu der erhofften Steigerung noch nichts beitragen, der Center bleibt in Berlin, um seinen Fitnessrückstand aufzuholen. Denn Alba wird den Franzosen noch brauchen.

„Die nächsten Wochen werden hart, den ganzen März in der Top 16“, klagt Obradovic, „nach dem Rückflug aus Madrid treten wir am Sonntag in Bonn in einer sehr heißen Halle an.“ Da helfe es nicht, von Spiel zu Spiel zu denken, sondern das ganze als eine Phase zu betrachten. In der muss Alba mit den Kräften haushalten. Und in den restlichen sechs Euroleaguespielen eher Schaden vermeiden. „Ich fand nicht, dass wir in den bisherigen Spielen Pech hatten, das war eher Unvermögen“, sagt Spielmacher Heiko Schaffartzik. Dennoch sei es eine interessante Erfahrung, einmal in Madrid zu spielen. Wenn auch ohne Magie.

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