Alba Berlin : Platz zwei als großes Ziel

In den letzten beiden Heimspielen geht es für Alba um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs.

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Berlin - Normalerweise geben sich die Basketballer von Alba Berlin mit zweiten Plätzen nur höchst ungern zufrieden. Für die letzten beiden Heimspiele der regulären Bundesligasaison allerdings haben die Berliner nun Rang zwei als großes Ziel ausgerufen. Eigentlich wollte Alba die Spielzeit unbedingt auf dem ersten Platz abschließen, um sich das Heimrecht in den Play-offs bis zu einem möglichen Finale zu sichern. Durch die 74:81-Niederlage am Sonntag in Göttingen können die Berliner den Titelverteidiger aus Oldenburg aber nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängen. Um sich wenigstens den zweiten Platz zu sichern, sollte Alba die letzten beiden Saisonspiele gewinnen. Heute ist zunächst der Tabellenachte aus Bremerhaven zu Gast (20 Uhr, Arena am Ostbahnhof), am Sonnabend kommt der Elfte Ludwigsburg nach Berlin.

Mit zwei Siegen würden die Berliner sicher auf Rang zwei landen, einem Platz, den Pavicevic noch eine „relativ gute Ausgangsbasis für die Play-offs“ nennt. In jeder Serie hat das besser platzierte Team in einem möglichen entscheidenden fünften Spiel Heimrecht. Als Zweiter würden die Berliner in der ersten Runde auf den Tabellensiebten treffen; sollten sie gegen Bremerhaven und Ludwigsburg verlieren, würden sie es voraussichtlich als Vierter mit dem Fünften zu tun bekommen.

„Es ist extrem eng, da ist noch viel möglich“, sagt Albas Geschäftsführer Marco Baldi über die Tabellensituation. So ganz verwunden hat es Baldi noch nicht, dass die Mannschaft Rang eins diese Saison nicht mehr erreichen kann. „Der erste Platz sollte nun einmal die beste Ausgangsposition sein“, sagt Baldi. „Auch wenn wir in den letzten Jahren oft das Gegenteil bewiesen haben.“

Sechs Jahre in Folge gingen die Berliner zuletzt als Spitzenreiter der regulären Saison in die Play-offs, nur einmal gewannen sie dabei auch den Titel. Im vergangenen Jahr holte Oldenburg seine erste Meisterschaft vom dritten Platz aus, 2002 waren die Berliner sogar nur Fünfte der regulären Saison geworden – den Titel gewannen sie trotzdem, und das ohne Niederlage. Angesichts der Heimstärke von Mannschaften wie Oldenburg und Göttingen, die beide bislang erst ein Heimspiel in dieser Saison verloren haben, sollten die Berliner aber alles tun, um sich das Heimrecht für möglichst viele Runden zu sichern. Zunächst einmal ist man bei Alba aber froh, nach vier Wochen des Reisens heute endlich wieder einmal ein Heimspiel bestreiten zu dürfen.

Im Gegensatz zu Alba können die Gäste heute entspannt auftreten. Bremerhaven hat sich am Wochenende mit einem 86:76-Sieg gegen Düsseldorf einen Platz in den Play-offs gesichert. Für den Tabellenletzten der vergangenen Saison ist das bereits ein Erfolg.

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