Sport : Alba Berlin siegt ohne große Mühe

81:63-Erfolg im Uleb-Cup gegen Guildford Heat

Benedikt Voigt

Berlin – Es war einfach Pech, dass Patrick Femerling ausgerechnet in diesem Moment eine Flasche Wasser holen wollte. Der Wasserkasten steht bei Spielen der Basketballer von Alba Berlin in der Nähe von Trainer Luca Pavicevic – und diesem hatte gerade irgendetwas auf dem Spielfeld missfallen, was er dem nächstbesten Gesprächspartner unbedingt mitteilen wollte. Also bekam der überraschte Femerling einen längeren Monolog zu hören. Dabei führte seine Mannschaft bereits deutlich im Uleb-Cup-Spiel gegen Guildford Heat und siegte am Ende vor nur 4432 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle problemlos 81:63 (44:27). Mit zwei Siegen und einer Niederlage liegen die Berliner derzeit gut im Rennen um den Einzug in die Runde der letzten 32. Doch für den akribischen Berliner Trainer gibt es offenbar immer etwas feinzujustieren.

Albas Trainergespann konnte gestern fast wieder die gesamte Mannschaft aufbieten. Lediglich Nicolai Simon fehlte wegen einer Rückenverletzung, dafür war Dragan Dojcin nach überstandener Oberschenkelverletzung erstmals kurzzeitig wieder auf dem Spielfeld. Trainer Luca Pavicevic wechselte ihn in der 29. Minute ein. „Er sollte das als Training nehmen“, sagte der Coach. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Berliner mit bis zu 29 Punkten geführt. „Es war nicht einfach, die Motivation zu behalten“, sagte Albas Kotrainer Petar Aleksic, „Guildford ist offensichtlich ein gutes Stück schwächer als die anderen Teams im Uleb-Cup.“

Julius Jenkins war einmal mehr mit 22 Punkten bester Werfer der Berliner, Dijon Thompson steuerte 13 Zähler bei. Alba war unter den Körben überlegen, zumal Guildford auch noch den 130 Kilogramm schweren Centerspieler Carlton Aaron vor dem Spiel entlassen hatte. Am Ende fingen die Berliner Spieler fünf Abpraller mehr unter den Körben als die Engländer. Besonders auffällig aber war gestern die mannschaftsdienliche Spielweise der Berliner. Am Ende verzeichnete die Statistik 27 Assists mehr für die Berliner. Gegen Guildford tat sich sogar Centerspieler Patrick Femerling mit fünf Assists hervor. Bobby Brown kam auf zehn unmittelbare Korbvorlagen. Besonders mit seinem US-amerikanischen Landsmann Julius Jenkins harmonierte er prächtig. Das zeigte sich im letzten Spielabschnitt besonders gut, als der Aufbauspieler einen Pass scheinbar ziellos in die Luft warf – und der nur 1,87 Meter große Jenkins von der linken Spielfeldseite einflog und das Zuspiel als Alley-hoop-Dunking verwertete. Selbst Luca Pavicevic hatte in diesem Moment nichts einzuwenden. Kurzzeitig.

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