Sport : Alba Berlin: Viel neu, viel Chance

diw

Vizepräsident Marco Baldi konnte gestern nichts zur Saisonpressekonferenz von Alba Berlin beitragen. "Marco ist in Sydney und sieht sich ein paar Chinesen an. Vielleicht findet er ja etwas für uns", sagte Präsident Dieter Hauert fröhlich. Nun ist eher unwahrscheinlich, dass Baldi wirklich einen Basketballer aus Fernost von den Olympischen Spielen mit nach Berlin bringt. Immerhin sind die Ausländerpositionen mit den Amerikanern Wendell Alexis und Derrick Phelps sehr zufriedenstellend besetzt. Aber die Personalplanungen beim Deutschen Meister sind eine Woche vor dem Saisonstart wirklich noch nicht abgeschlossen. "Am Dienstag kommt Marco zurück, danach kann es schnell etwas Neues geben", kündigt Hauert an, diesmal ernsthaft.

Neu ist das eine Stichwort, schnell das andere. Mit dem neuen Cheftrainer Emir Mutapcic, den neuen Spielern Phelps, Dejan Koturovic, Teoman Öztürk und Marko Pesic, dem neuen Fernsehvertrag der Bundesliga mit der Kirch-Gruppe, neuen Sponsoren, der neuen SuproLeague und einigen neuen Regeln geht Alba in die Saison, die am Freitag (20 Uhr, Schmeling-Halle) mit dem Heimspiel gegen DJK Würzburg beginnt. Alles muss dann ein bisschen schneller gehen, denn zukünftig haben alle Mannschaften nur noch 24 statt bisher 30 Sekunden Zeit, einen Angriff abzuschließen.

Die Spiele sollen dadurch attraktiver werden, es wird mehr Schnellangriffe geben und mehr Würfe. "Das ist eine größere Veränderung, als ich zunächst gedacht hätte", sagte Teoman Öztürk nach den ersten Testspielen. Mutapcic ergänzt: "Individualtechnik und -taktik werden wichtiger. Und schnelles Reagieren auf neue Situationen." Danach wurde bereits die neue Mannschaft zusammengestellt, mit den nicht so großen, aber sehr beweglichen Centern Öztürk und Koturovic, dem schnellen Spielmacher Phelps und dem Schnellangriff-Spezialisten Pesic.

Nicht neu ist die Zielsetzung des viermaligen Meisters. Der nächste Anlauf hat schon begonnen: "Jeder erwartet, auch wir, die fünfte Meisterschaft, den Pokalsieg und möglichst das Final Four in der europäischen SuproLeague", sagt Hauert, "aber Druck bedeutet für mich immer auch Motivation." Vom neuen Fernsehvertrag erhoffen sich alle viel. "Es gibt viel Druck, viel Anforderung - aber auch viel Chance!", sagt Albas Marketingpartner Peter Henke. Viel Chance für Alba. Und für alle Anderen.

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