Alba Berlin vor dem Spiel in Braunschweig : Glaube und Zweifel

Im Liga-Spiel in Braunschweig kämpft Alba Berlin mit vielen Handicaps: Die Mannschaft hat zuletzt drei Partien in Folge verloren - und auch noch personelle Schwierigkeiten.

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In der Euroleague gegen Barcelona mit der beste Alba-Akteur: Reggie Redding.
In der Euroleague gegen Barcelona mit der beste Alba-Akteur: Reggie Redding.Foto: imago

Die Verantwortlichen von Alba Berlin haben ein bisschen diskutiert, dann stand fest: Basketball-Trainer Sasa Obradovic bleibt am Sonntag in Berlin, für ihn wird Co-Trainer Milenko Bogicevic das Team den gesamten Tag lang betreuen. „Es macht keinen Sinn, wenn Sasa in Braunschweig das Vormittagstraining leitet und dann beim Spiel nicht dabei ist“, sagt Albas Sportdirektor Mithat Demirel. Die Abwesenheit des von der Basketball-Bundesliga für ein Spiel gesperrten Trainers ist nur ein Grund, warum das Bundesligaspiel beim Tabellenachten Braunschweig (17 Uhr) ein außergewöhnliches für Alba Berlin ist.

Die Berliner kämpfen am Sonntag gegen zahlreiche Handicaps. Da ist die Misserfolgsserie von drei Bundesliga-Niederlagen in Folge, die Alba Berlin in der Tabelle auf den zweiten Platz zurückfallen ließ. Da ist die Verletztenmisere, weiterhin fehlen die Stammspieler Jamel McLean und Clifford Hammonds. Und da ist die persönliche Strafe für Spielmacher Alex Renfroe, der wie Obradovic für das Braunschweig-Spiel gesperrt ist.

Viel Druck auf Tabu

Die Sperre für den Trainer und seinen Spielmacher wegen einer handgreiflichen Auseinandersetzung im Spiel gegen Oldenburg empört Alba. „Das kann ich nicht nachvollziehen“, sagt Mithat Demirel, „diese Sperre ist ein Novum.“ Einspruch wird Alba wohl nicht einlegen, zumal dieser keine aufschiebende Wirkung hätte.

Die Berliner trifft die Entscheidung auch deshalb hart, weil ihnen als Spielmacher nur Nachwuchsspieler Ismet Akpinar sowie Jonathan Tabu zur Verfügung stehen. „Tabu hat jetzt zum ersten Mal viel Druck“, sagt Demirel über den lange verletzten Belgier. Flügelspieler Reggie Redding wird ihn allerdings im Spielaufbau entlasten. Der US-Amerikaner hatte wie Alex Renfroe (beide 20 Punkte) bei der Euroleague-Niederlage in Barcelona (82:92 nach Verlängerung) eine starke Leistung geboten. Auch Leon Radosevic (19 Punkte, 7 Rebounds) überzeugte. „Reggie und Leon haben ihren Rhythmus wieder gefunden“, sagt Demirel, „die Jungs glauben wieder an sich.“ Doch gilt das auch, wenn der Trainer fehlt?



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