Alba Berlin vor dem Start in die Play-offs : Die Angst vor der alten Halle

Zum Play-off-Start heute gegen Ulm zieht Alba Berlin in die alte Spielstätte um - Trainer Sasa Obradovic ist nicht begeistert von der Verlegung und befürchtet eine Verunsicherung seiner Spieler.

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Umzug in die alte Halle als Nachteil? Alba-Trainer Sasa Obradovic (m.) wäre lieber in der Arena am Ostbahnhof geblieben.
Umzug in die alte Halle als Nachteil? Alba-Trainer Sasa Obradovic (m.) wäre lieber in der Arena am Ostbahnhof geblieben.Foto: dpa

Am Donnerstag rollten die Lastwagen an. Fünf Stunden lang transportieren zwei Lkw alles, was man für Basketballspiele so braucht, von der Arena am Ostbahnhof in die Max-Schmeling-Halle: Banden, Spielfeldmarkierungen, Trommeln und Aufsteller für die Fans. Das Parkett für Albas Auftaktmatch in die erste Play-off-Runde gegen Ulm heute um 19.30 Uhr war schon verlegt.

"Fremd in der Halle"

Nicht mit an Bord hatten die Transporter die Bedenken von Sasa Obradovic. Der Trainer sieht es mit Sorge, in einer anderen Halle zu spielen. Die Arena am Ostbahnhof ist durch den Cirque du Soleil belegt. Daher kehrt die Mannschaft noch einmal dahin zurück, wo der Klub von 1996 bis 2008 spielte und alle acht Meistertitel feierte. "Ich würde lieber in der Halle spielen, wo wir in dieser Saison nur ein Heimspiel verloren haben", sagte Obradovic, "jetzt sind beide Teams fremd in der Halle." Vor allem die ungewohnte Optik könne die Spieler verunsichern. Dabei wichen die Berliner in dieser Saison schon einmal in die Schmeling-Halle aus: Im Dezember gewannen sie vor 6851 Fans nach sensationeller Aufholjagd gegen Virtus Rom und zogen in die Eurocup-Zwischenrunde ein.

Eigentlich eine schöne Erinnerung, wie Obradovics Zeit als Alba-Spieler dort, "es war reizend, aber ich möchte nicht darüber reden". Zwei Trainingseinheiten absolvieren seine Spieler in der Schmeling-Halle, er hofft, dass das reicht, um sich umzugewöhnen. Dreimal haben die Ulmer in dieser Saison gegen Alba verloren, zuletzt das Pokalfinale. „Das wird sie extra motivieren“, ahnt Alex King, der wie der Rest des Teams bereits einen Play-off-Bart sprießen lässt. Leon Radosevic muss noch nachziehen, der verletzte Center absolvierte zuletzt Einzeltraining. Obradovic hofft, dass es für einen Einsatz am Samstag reicht, "aber wir wollen kein Risiko eingehen". Die Halle ist ihm schon Risiko genug.

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