Alba - Bonn 82:62 : Der Frust ist raus

Alba hat die Schmach in der Europa-Qualifikation hinter sich gelassen und ist mit einem souveränen 82:62-Sieg gegen die Baskets Bonn in die Bundesliga-Saison gestartet.

Gerhard Mertens
War zufrieden mit der Antwort seiner Mannschaft: Alba-Trainer Luka Pavicevic.
War zufrieden mit der Antwort seiner Mannschaft: Alba-Trainer Luka Pavicevic.Foto: dpa

Fünf Tage hatten Alba Berlins Basketballer Zeit gehabt, um ihren Frust aus dem Scheitern in der Europaliga-Qualifikation zu verarbeiten. Zu ihrem Bundesliga-Auftakt mussten die Berliner am Freitagabend bei den Baskets Bonn antreten – und sie bewiesen, dass sie die Schmach vom Spiel gegen Spirou Charleroi haben abschütteln können. Alba gewann souverän 82:62 (40:23), dabei hatten die Berliner elf der letzten 14 Gastspiele in Bonn verloren. „Meine Mannschaft hat stark, clever und konstant gespielt“, sagte Albas Trainer Luka Pavicevic. „Wir waren immer aggressiv und fest entschlossen, das Spiel zu gewinnen.“

Die Bonner mussten auf den angeschlagenen Nationalspieler Tim Ohlbrecht verzichten, bei den Berlinern fehlte Sven Schultze, der nach Knieverletzung und Adduktorenzerrung noch nicht wieder fit ist und auch im Heimspiel am Sonntag gegen Ludwigsburg (17 Uhr, Arena am Ostbahnhof) aussetzen wird. Die Gastgeber gingen mit 9:5 in Führung, ehe Alba die Kontrolle übernahm. Unter den Körben dominierten nun die langen Berliner Patrick Femerling, Derrick Allen und Tadija Dragicevic. Beim Europaliga-Aus hatte der Serbe gar nichts zustande gebracht, gestern traf er viermal von der Dreipunktelinie. Am Ende war Dragicevic mit 16 Punkten und zehn Rebounds der überragende Mann des Spiels. Nach dem Zwischenstand von 18:11 am Ende des ersten Viertels setzten sich die Berliner dank einer sehr guten Trefferquote schnell weiter ab, erst hieß es 22:13, dann sogar 36:17. Zur Pause betrug Albas Vorsprung bereits 17 Punkte.

Kurz nach Beginn der zweiten Spielhälfte kamen die Bonner zwar noch einmal auf zehn Punkte heran, einen Einbruch wie gegen Charleroi leisteten sich die Berliner aber nicht noch einmal. Bis zum Ende des dritten Viertels war Albas Vorsprung wieder auf 18 Punkte angewachsen. Luka Pavicevic konnte nun viel wechseln, am Ende waren alle elf Berliner Spieler inklusive Nachwuchscenter Andreas Seiferth zum Einsatz gekommen. Jeder bei Alba sollte schließlich die Chance haben, seinen Frust loszuwerden.

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