Sport : Alba: Die Berliner holen eine ganze Abteilung

Benedikt Voigt

Es war ein ungewöhnlicher Zugang, den Alba Berlin gestern im Presseraum der Max-Schmeling-Halle vorstellte. Keinen Spieler, sondern eine komplette Abteilung bekommt der Deutsche Basketball-Meister in der nächsten Saison hinzu: eine 25 Mitglieder starke Rollstuhl-Basketballabteilung. Ansonsten meldete Alba-Präsident Dieter Hauert noch eine Nachricht aus der Abteilung Leistungssport. Von einem alten Bekannten. Centerspieler Teoman Öztürk unterzeichnete am Montag einen Zweijahresvertrag.

"Alba Berlin war für mich immer die erste Option, und ich freue mich auf die kommenden zwei Jahre", kommentierte Öztürk seine Vertragsverlängerung. Der zweite Centerspieler hinter dem Jugoslawen Dejan Koturovic hatte in der abgelaufenen Saison eine starke Leistung geboten. "Er hat seine beste Saison gespielt", lobte Präsident Dieter Hauert, und das will was heißen. Der 33-Jährige spielte schon zwischen 1991-97 und ab August 2000 für Alba Berlin. "Er ist vielleicht nicht immer ganz so auffällig", sagte Manager Carsten Kerner, "aber er ist eine wichtige Konstante in unserem Spiel."

Konstanz zeichnet im Übrigen auch das Konzept von Alba Berlin für die Saison 2001/2002 aus. Der Verein will die Mannschaft behalten, mit der er in der vergangenen Saison zum fünften Mal in Serie Deutscher Meister wurde und in der Suproleague das Viertelfinale erreichte. Dazu muss sich Alba allerdings noch mit Nationalspieler Jörg Lütcke, der beim Bundesliganeuling Cologne 99ers im Gespräch ist, sowie den beiden US-Amerikanern Derrick Phelps und Wendell Alexis einigen. "Das ist in Arbeit", berichtet Kerner. Neben der erfolgreichen Saison spricht auch der enge Terminplan für Kontinuität. Nur knapp einen Monat nach der Europameisterschaft (31. August bis 9. September) startet die Mannschaft von Trainer Emir Mutapcic in die neue Spielzeit. Es bleibt folglich keine Zeit, sich einzuspielen. Zumal sich in der Euroleague 2001/2002 von acht Teams nur die ersten vier für die Zwischenrunde qualifizieren. Manager Kerner erklärt: "Es bleibt keine Zeit, sich zu finden, es muss gleich richtig krachen."

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