Sport : Alba dominiert

Beim 84:66 gegen Iceline Karlsruhe geraten die Berliner Basketballer kaum in Schwierigkeiten

Ingo Schmidt-Tychsen

Berlin – Nachdem der Karlsruher Flügelspieler Cyrille Makanda Alba Berlins Aufbauspieler Mithat Demirel gefoult hatte, entschuldigte er sich sofort bei ihm. Demirel war nichts passiert, beide hatten sich nur leicht berührt. Genauso freundlich wie Makanda präsentierte sich die komplette Mannschaft von Iceline Karlsruhe am 5. Spieltag der Basketball-Bundesliga gegen Alba Berlin: Nur phasenweise leisteten die Karlsruher ernsthaften widerstand. Ohne allzu große Mühe gewann Alba schließlich vor 5969 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit 84:66 (41:33) und bleibt damit vor eigenem Publikum ungeschlagen.

Die Karlsruher hatten gegen konzentriert und entschlossen wirkende Berliner von Anfang an Probleme. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive dominierte Alba. Vor allem der Berliner Center Jovo Stanojevic konnte sich in den ersten Minuten immer wieder in Szene setzen. 11 der 20 Punkte im ersten Viertel erzielte der Serbe. Auch über das gesamte Spiel hinweg war Stanojevic der überragende Mann. Insgesamt machte er 32 Punkte und holte 11 Rebounds. Damit war Stanojevic der mit Abstand beste Werfer des Spiels. Als er vier Minuten vor dem Ende das Spielfeld verließ, standen viele Zuschauer in der Halle auf, um ihm zu applaudieren.

Am meisten Sorgen hatten sich die Berliner vor dem Spiel darum gemacht, den aktuell besten Korbjäger der Liga, Narcisse Ewodo, zu stoppen. Doch vom 32-Jährige Franzosen war nicht viel zu sehen. Matej Mamic verteidigte Ewodo in der ersten Halbzeit so gut, dass er nur zu fünf Punkten kam. Kein einziger Korb gelang ihm dabei aus dem Feld, er traf lediglich von der Freiwurflinie.

Eine andere Schwachstelle, die Albas Trainer Emir Mutapcic in den gemeinsamen Übungsstunden immer wieder eindringlich anspricht, hat sein Team noch nicht abstellen können: die Leistungsschwankungen in einem Spiel. Nachdem Alba zwei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit schon mit 17 Punkten führte (39:22), ließen sie Karlsruhe zur Pause noch einmal herankommen. Durch eine 2:11 Serie aus Berliner Sicht stand es zur Halbzeit nur noch 33:41.

Den zweiten Durchgang begannen die Berliner dann allerdings wieder sehr schwungvoll und konzentriert. Spätestens als Alba im dritten Viertel mit 20 Punkten (68:48) führte, war die Partie gewonnen.

Alles in allem war das Spiel eine gelungene Generalprobe für das Uleb-Cup- Spiel am Dienstag bei Vadkakasok Debrecen (18.00 Uhr, live auf TV Berlin).

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