Sport : Alba geht wiederauf Spielersuche

Vertrag mit Jurkunas aufgelöst

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Berlin. Beim Turnier in Warschau fiel es Carsten Kerner zum ersten Mal auf: Andrius Jurkunas bewegte sich auf dem Spielfeld eigentümlich, er konnte nicht richtig springen. „Sein Bewegungsradius war eingeschränkt“, berichtet der Manager von Alba Berlin, „er hatte Rückenprobleme.“ Fortan setzten die Berliner ihren Zugang aus Litauen nur noch eingeschränkt ein. Zurück in Berlin brachte eine Computertomographie ein erschreckendes Ergebnis: Jurkunas leidet an einer Bandscheibenerkrankung, die einen dringenden operativen Eingriff erfordert. Alba reagierte sofort und erklärte den Vertrag mit dem Litauer für ungültig.

„Im Vertrag steht, dass der Spieler gesund ist“, sagt Kerner. Beim ersten Gesundheits-Check hatte der Litauer dies auch angegeben. Doch er war es nicht. „Die Rückenprobleme rühren aus einer alten Verletzung, die er sich nicht in Berlin zugezogen hat - also ist der Vertrag ungültig“, sagt der Manager. Jurkunas fuhr bereits nicht mehr mit ins Trainingslager nach Bayreuth. „Er ist schon wieder weg“, berichtet Kerner. Mannschaftsarzt Gerd-Ulrich Schmidt erklärt: „Mit dieser Verletzung ist an Sport nicht zu denken, Jurkunas würde die Sportinvalidität riskieren, wenn er sich jetzt nicht operieren lässt.“ Diese Operation aber würde eine mehrmonatige Pause nach sich ziehen.

Somit befindet sich Alba wie im letzten Jahr in der Situation, kurz vor Saisonbeginn (4. Oktober) einen neuen Spieler suchen zu müssen. Vor der vergangenen Saison hatte sich Alba zwischenzeitlich aus disziplinarischen Gründen von Centerspieler Dejan Koturovic getrennt. Kerner sagt: „Jurkunas spielte auf einer Position, auf der die Suche nicht aussichtslos ist.“ Alba sucht nun einen großgewachsenen Power Forward, der auch gut aus der Distanz werfen kann. Kerner sagt: „Wir haben die eine oder andere Option, die wir prüfen.“ Benedikt Voigt

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