Alba gewinnt gegen Trier : In den Nahkampfmodus geschaltet

Alba Berlin tut sich gegen Trier lange Zeit schwer, doch im letzten Viertel drehen die Berliner auf und kämpfen sich in die Verlängerung, die sie letztlich für sich entscheiden können.

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Hart umkämpft: Alba Berlin musste gegen trier in die Verlängerung, gewann aber am Ende mit 86:83.
Hart umkämpft: Alba Berlin musste gegen trier in die Verlängerung, gewann aber am Ende mit 86:83.Foto: imago

Knapp vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hechtete Akeem Vargas spektakulär einem Ball nach, behauptete ihn im Liegen und gab ihn am Boden an Alex Renfroe weiter, der unter dem Jubel von 9716 Zuschauern in der Halle am Ostbahnhof trotz eines Fouls zwei Punkte erzielte. Spät, aber nicht zu spät hatten die Basketballer von Alba Berlin im Bundesligaspiel gegen TBB Trier in den Nahkampfmodus geschaltet und konnten ein fast verlorenes Spiel zu ihren Gunsten entscheiden.

Letztlich benötigtenAlba neben einem starken letzten Viertel (29:17) auch noch die Verlängerung, um die überraschend guten Trierer 86:83 (35:45, 79:79) zu bezwingen. „Alba hat sich das aufgrund einer enormen Energieleistung im letzten Viertel verdient“, sagte Triers Trainer und Alba-Legende Henrik Rödl. Bei Alba trafen Reggie Redding, Alex Renfroe (je 21 Punkte) sowie Akeem Vargas (11 Punkte) am besten, bei den abstiegsgefährdeten Trierern überzeugten Vitalis Chikoko, der das Spiel mit einem Dunking in die Verlängerung schickte, und Adin Vrabac mit je 18 Punkten.

 Die Berliner hatten nach dem Euroleague-Spiel in Madrid erneut nur weniger als 48 Stunden pausiert. Zudem mussten sie auf die Verletzen Jamel McLean, Jonathan Tabu und Clifford Hammonds sowie den grippekranken Leon Radosevic verzichten. Drei Viertel lang hatte Alba große Schwierigkeiten, in das Spiel zu kommen. „Trier hätte es auch verdient gehabt zu gewinnen“, sagte Trainer Sasa Obradovic, „aber wir haben einen Weg gefunden, mit dem großen Charakter, den diese Mannschaft hat.“ Am Ende bejubelten die Berliner Zuschauer nicht nur den Heimsieg, sondern auch die überraschende Niederlage des FC Bayern gegen Braunschweig (76:80), die den  Berlinern zwei Punkte Vorsprung auf den dritten Platz verschafft.

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