Alba im Basketball-Europacup : Nie mehr Dienstreisen ans Schwarze Meer?

Alba startet heute in den Basketball-Eurocup, gegen den deutschen Nachbarn Bonn. Durch eine Modusänderung im aufgestockten Wettbewerb fallen Reisen in exotischere Gefilde zunächst einmal weg.

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Wenn die Sonne vor Krasnodar im Schwarzen Meer versinkt.
Wenn die Sonne vor Krasnodar im Schwarzen Meer versinkt.Foto: dpa

Was für schöne Dienstreisen die Basketballer von Alba Berlin in den vergangenen Jahren im Eurocup machen durften. Krasnodar! Vrsac! Samara! Podgorica! Mariupol! Und das soll jetzt alles vorbei sein? Weil der Eurocup in dieser Saison von 32 auf 48 Teams aufgestockt wurde, startet der zweitwichtigste Basketball-Europapokal in dieser Saison mit einem geographisch geteilten Teilnehmerfeld. Alba ist wie Auftaktgegner Bonn und die drei weiteren deutschen Klubs Oldenburg, Quakenbrück und Ulm der Region West zugeteilt, die 24 Klubs zwischen Zagreb, Bilbao und Ostende umfasst. Die restlichen 24 Vereine zwischen Jerusalem, Kasan und Tallin treten in der Ost-Division an. Wenn die Berliner heute um 19.30 Uhr in Bonn ihre Vorrunde eröffnen, werden sie sich also zunächst nur auf eine kleine Europa-Tournee begeben.

„Wir sind schon froh, dass wir erst einmal nicht so weit reisen müssen“, sagt Albas Geschäftsführer Marco Baldi. „Die Regionen sind aber relativ willkürlich gewählt, man hätte auch Norden und Süden nehmen können.“ Grundsätzlich könne man sagen, dass es nun im Osten sehr starke Teams gebe – allerdings auch die schwächsten im Feld. Der Westen sei ausgeglichener. „Hinter den acht bis zehn absoluten Topteams in Europa kommt ohnehin eine Armada von 50 bis 60 Klubs mit ähnlichem Niveau – die meisten spielen im Eurocup“, sagt Baldi.

Alba bekommt es in der Vorrunde neben Bonn mit Saragossa, Virtus Rom, Mons Hainaut (Belgien) und Dunkerque (Frankreich) zu tun. Als Ziel geben die Berliner das Erreichen der zweiten Runde aus, dafür müssen sie in Gruppe D mindestens Dritter werden. In der Zwischenrunde kommen noch acht Euroleague-Klubs dazu, die in der Vorrunde gescheitert sind. Eine regionale Teilung gibt es dann nicht mehr. Reisefreudige Fans, die Alba schon immer mal nach Nischni Nowgorod begleiten wollten, könnten doch noch auf ihre Kosten kommen. Und für Freunde des Kurztrips gibt es mit Bamberg und dem FC Bayern zwei deutsche Euroleague-Teams, die in den Eurocup abrutschen könnten.

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