Sport : Alba lässt zu viel Kraft in Spanien

In Oldenburg verlieren Berlins Basketballer 72:81

Claus Spitzer-Ewersmann

Oldenburg - Drei Tage nach dem großen Auftritt in Badalona sind Albas Basketballspieler zurück in der harten Realität der Bundesliga. Bei den EWE Baskets Oldenburg setzte es eine verdiente 72:81-Niederlage. Die Auswirkungen: In der Tabelle fiel Alba erst einmal auf Platz vier zurück.

Beste Offense gegen eine der defensivstärksten Mannschaften der BBL – das versprach einen intensiven Kampf um jeden Ball. Und tatsächlich taten sich beide Mannschaften anfangs schwer, den Weg zum Korb zu finden. Alba gelang der erste Treffer erst nach zweieinhalb Minuten. Oldenburg brauchte noch hundert Sekunden mehr, kam danach aber zusehends besser in Fahrt. Als Albas Cheftrainer Luka Pavicevic drei Minuten vor Ende des ersten Viertels Julius Jenkins und Rashad Wright ins Spiel brachte, führten die Niedersachsen mit 12:10. In der Folge war das Spiel offen.

Das zweite Viertel verlief weitgehend zäh. Auffällig dabei, mit welcher Selbstverständlichkeit Albas Deckung Oldenburgs sonst so treffsichere Dreierspezialisten aus dem Spiel hielt. Dennoch übernahmen die Berliner erst kurz vor Schluss des Abschnitts wieder die Führung. Immanuel McElroy und Rashad Wright trafen zum Halbzeitstand von 38:35.

Vor 3148 Zuschauern in der ausverkauften Oldenburger Arena kamen die Gastgeber deutlich schwungvoller aus der Pause. Und sie trafen nun auch aus der Distanz, anders als Albas Werfer. Vor allem Casey Jacobsen hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und wurde zum Schluss gar nicht mehr eingesetzt. Allein dem stark auftrumpfenden Aleksandar Nadjfeji war es in dieser Phase zu verdanken, dass der Rückstand für Alba erträglich blieb.

Das letzte Viertel startete nach dem gleichen Muster: Oldenburg legte vor, Berlin zog nach – und verlor dann doch den Anschluss. Es schien, als müsste Alba dem Kraftverlust nach der spanischen Jubel-Nacht Tribut zollen. Jenkins und Wright leisteten sich unnötige Ballverluste im Angriff. Auf der anderen Seite schaffte es Oldenburgs Spielmacher Jason Gardner immer wieder, seine Mitspieler in Position zu bringen. Elf Punkte betrug der Abstand, als die letzten 90 Sekunden anbrachen – zu viel, um den Gegner noch in ein nervenaufreibendes Finish an die Freiwurflinie zu bitten. Claus Spitzer-Ewersmann

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