Sport : Alba macht es dreistellig

Berlins Basketballer siegen nach anfänglichen Problemen 101:72 gegen Aufsteiger Schwelm

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Berlin Emir Mutapcic lief auf das Spielfeld und schimpfte so heftig mit dem Basketball-Schiedsrichter Matthias Ruch, dass sich dessen Kollege Hermann Latz dazwischenstellen musste. „Er respektiert meine Meinung nicht“, erklärte der Trainer von Alba Berlin später. Auf dem Weg in die Kabine passierte das Schiedsrichtergespann Albas Vizepräsidenten Marco Baldi, der ihnen wütend ebenfalls ein paar Worte hinterherrief. Und als die Referees nach der Pause wieder auf dem Spielfeld standen, dauerte es nur noch kurze Zeit, bis sie auch noch den Gästetrainer gegen sich aufgebracht hatten. „Drei Pfiffe in acht Sekunden haben es uns schwer gemacht, im Spiel zu bleiben“, sagte Torsten Daume von Union Baskets Schwelm.

Eine schwache Schiedsrichterleistung hat das 101:72 (49:42) von Alba Berlin im Bundesligaspiel gegen Schwelm beeinträchtigt. Allerdings boten beide Teams spielerisch auch nicht gerade Erbauliches. Erst in der Schlussphase fand Alba zur Souveränität. In der ersten Halbzeit hatten die Berliner Probleme, den Aufsteiger in den Griff zu bekommen. „Wir waren nervöser als sonst“, sagte Mutapcic. Am Freitag hatte Alba in Braunschweig (66:76) überraschend die erste Saisonniederlage kassiert, eine Niederlage gegen Schwelm hätte den Klub in eine erste Krise gestürzt.

Dass es so weit nicht kam, lag vor allem an Mithat Demirel. Der Aufbauspieler, der erstmals in dieser Saison beginnen durfte, nutzte diese Rolle zu 20 Punkten und fünf Assists. Damit war er hinter dem beständigen Michael Wright, der 25 Punkte erzielte, bester Werfer bei Alba. Mutapcic hatte Aufbauspieler Gerald Brown nach dessen schwacher Leistung in Braunschweig zunächst auf der Bank gelassen. „Er muss besser spielen“, sagte der Trainer, „seine Form ist in den letzten Wochen ein bisschen nach unten gegangen.“ Da traf es sich gut, dass Demirels Leistung nach oben geht.

Ende des dritten Viertels war das Spiel entschieden, Mutapcic setzte alle elf Spieler ein. Guido Grünheid führte sein Privatduell mit Schwelms Bruno Roschnafsky fort, beide erhielten unsportliche Fouls. Schließlich punktete Alba in vorletzter Sekunde dreistellig. Schwelms Trainer nahm’s mit Humor: „100 Punkte - das gebietet die Gastfreundschaft.“

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