Sport : Alba muss in Paderborn improvisieren

Berlin - Der Mann hat Übung, aber die Aufgabe der vergangenen Woche war selbst für Luka Pavicevic knifflig. Der Trainer hat das Team des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin in dieser Saison schon häufig wegen Verletzungen umgestellt, doch vor zehn Tagen erreichte die Leidensgeschichte einen neuen Höhepunkt: Zunächst zog sich Kapitän Patrick Femerling einen Bänderriss im Sprunggelenk zu, dann meldete sich Aufbauspieler Aleksandar Rasic mit einem Patellasehnenriss im Knie für die nächste Zeit ab.

Vorübergehend fehlten auch noch Aleksandar Nadjfeji und Goran Nikolic angeschlagen im Training, sie zumindest können heute in Paderborn dabei helfen, Nationalspieler Femerling unter dem Korb zu vertreten. Sie punkten regelmäßig und viel – im Gegensatz zu Vier-Minuten-Mann Mladen Pantic, dem einzigen verbliebenen echten Center. Auf der Spielmacherposition ist Rasic nach Goran Jeretin, Johannes Herber (beide Kreuzbandriss) und Nico Simon (Rückenprobleme) der vierte Mann, der ausfällt. Unterstützung muss Bobby Brown nun von Immanuel McElroy und Julius Jenkins bekommen. „Wir müssen improvisieren“, sagt Geschäftsführer Marco Baldi, für den das Zauberwort auf dem Weg zum Titelgewinn trotz allem „Stabilität“ lautet. „Dass man Spieler auf andere Positionen stellen muss, ist ein Hindernis, das wir überspringen müssen.“ Zumindest ist Dijon Thompson nach seiner Handprellung wieder dabei.

Die Berliner sind Tabellenführer, Paderborn ist Vierzehnter – hat aber unlängst beim Dritten Quakenbrück gewonnen und in Berlin das Hinspiel nur knapp verloren. Bundesliga-Topscorer Tim Black überragte damals mit 29 Punkten. Allerdings patzte sein Team zuletzt bei der Heimniederlage gegen Gießen. Alba hingegen kann sich über Patzer der Konkurrenz freuen: Der Zweite Leverkusen verlor beim Vorletzten Trier, Meister Bamberg in Gießen und Quakenbrück gegen Frankfurt. Quakenbrück hat wie Leverkusen 2008 schon in Berlin gesiegt. ru

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