Sport : Alba protestiert und siegt 103:73

Fabian Heckenberger

Tübingen - Die turbulente Woche von Alba Berlin mit der Suspendierung von Michael Wright ist zumindest sportlich versöhnlich zu Ende gegangen. Mit 103:73 (50:32) besiegten die Basketballer von Trainer Henrik Rödl die Walter Tigers Tübingen vor 3200 Zuschauern in der Tü-Arena und behaupteten den ersten Tabellenplatz in der Bundesliga. „Das war wichtig“, sagte Rödl, „die Mannschaft hat ein Signal gesetzt.“ Bester Werfer war Stefano Garris mit 22 Punkten vor Szymon Szewczyk mit 17.

Unbeeindruckt vom Trubel der vergangenen Tage um Wrights positiven Dopingbefund startete Berlin mit einem 9:1-Lauf in das Spiel und gab die Führung nicht mehr ab. Eine durchschnittliche Leistung genügte der Mannschaft, in der die angeschlagenen Matej Mamic und Jovo Stanojevic in der Anfangsformation standen, um sich zwei ungefährdete Punkte abzuholen. Im Aufeinandertreffen der reboundstärksten Teams der Liga kontrollierten die Gäste die Abpraller an den Brettern. Am Ende hatte Berlin das Duell um die Rebounds mit 41:30 gewonnen. Die Walter Tigers Tübingen, bei denen nicht nur der Topscorer Brian Jones mit drei Punkten schwach blieb, kamen überhaupt nicht ins Spiel. 73:55 betrug der Berliner Vorsprung vor dem letzten Viertel. Tübingen gab sich auf, Alba begann zu zaubern, am Ende stand ein ungefährdeter Erfolg für Berlin.

Dass der Klub nur unter Protest in Tübingen angetreten war, geriet durch den Sieg zur Nebensache. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass Michael ungerechtfertigt gesperrt worden ist, da war es nur konsequent, dass wir unter Protest angetreten sind“, sagte Albas Vizepräsident Marco Baldi.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben