Alba rechnet mit Halbfinaleinzug : Mathematik für Anfänger

Alba Berlins Basketballer wollen heute im dritten Spiel gegen Oldenburg im Schnelldurchgang ins Halbfinale einziehen. Einfach wird es jedoch nicht, weiß Trainer Muli Katzurin: "Der Druck liegt bei uns."

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Ernste Mine zum erfolgreichen Spiel: Alba-Trainer Katzurin warnt trotz vier Siegen in dieser Saison gegen Oldenburg vor dem dritten Playoff-Duell.
Ernste Mine zum erfolgreichen Spiel: Alba-Trainer Katzurin warnt trotz vier Siegen in dieser Saison gegen Oldenburg vor dem...Foto: dapd

Einen Mathematiker braucht Alba Berlin nicht. Im Gegensatz zur Basketball-Bundesliga, die nun sogar einen Professor beauftragt hat, mit einer selbstgebastelten Software den Spielplan der kommenden Saison etwas zu entwirren, kann Alba die kommende Woche komplett selbst gestalten.

Gewinnen die Berliner am Samstag in der Arena am Ostbahnhof auch ihr drittes Play-off-Spiel gegen die Baskets Oldenburg (18.30 Uhr, live bei Sport1), gestaltet sich die Planung recht entspannt. Ein viertes Spiel am Dienstag und erst recht ein fünftes Spiel am kommenden Sonntag könnte Alba sich dann schenken und sich in aller Ruhe auf das erste Halbfinalspiel am 17. oder 18. Mai vorbereiten; dann wohl in Frankfurt, vorausgesetzt, auch die Skyliners gewinnen ihr drittes Spiel.

Moment, halt, stopp! Soweit sieht Reiseleiter Muli Katzurin seine Truppe noch lange nicht. „Es wäre ein großer Fehler zu denken, es würde leicht werden“, sagt Albas Coach. Denn „der Druck liegt bei uns, die Oldenburger werden nicht aufgeben. Wir haben in dieser Saison jetzt viermal gegen Oldenburg gewonnen, aber das kann sich ändern.“ Darauf deutet allerdings vor dem dritten Viertelfinalspiel wenig hin.

Denn nachdem Alba das erste Spiel mit fast dreißig Punkten Vorsprung 95:68 gewonnen hatte, wussten die Baskets zu Hause in Oldenburg auch mit einem 75:74-Vorsprung eine Minute vor dem Ende nichts anzufangen. „Wir haben ihnen eine kleine Chance gegeben, aber sie wussten nicht, wie sie das Spiel zu Ende bringen sollten“, analysiert Center-Koloss Miroslav Raduljica, wo der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage in einer Play-off-Serie liegen kann.

„Am Schluss lief alles darauf hinaus, dass wir verlieren, aber mein Team hat das nicht akzeptiert“, lobt auch Katzurin die neue Sieger-Mentalität. Und auch wenn Oldenburg nichts unversucht lässt und extra nach Berlin fliegt, um möglichst ausgeruht den vorzeitigen Urlaubsbeginn abzuwenden, freuen sich die Berliner auf Spiel drei. „Es macht Spaß, wenn so viele Emotionen drin sind“, sagt Yassin Idbihi. „Außerdem habe ich Oldenburg jetzt sieben Mal in Folge geschlagen.“ 2010 warf er die Baskets mit Braunschweig in drei Spielen aus den Play-offs, mit Alba gewann er seit Saisonbeginn viermal – bisher.

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