Sport : Alba siegt souverän

Die Berliner gewinnen bei Aufsteiger Ulm 87:66

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Berlin - Bryan Lucas schien Alba Berlins Basketballer im Alleingang besiegen zu wollen. Der US-Amerikaner brachte den Bundesliga-Aufsteiger ratiopharm Ulm gestern Abend mit neun schnellen Punkten, darunter zwei Distanzwürfe, 13:9 in Führung. Doch dann gelangen ihm bis zum Spielende nur noch drei Pünktchen, Alba siegte souverän 87:66 (46:40). Bester Berliner Werfer waren William Avery (17), Sharrod Ford (16) und Ruben Boumtje Boumtje (14), der anstelle von Ford von Beginn an spielte. „Es ist nicht selbstverständlich, den Gegner in eigener Halle unter 70 Punkten zu halten. Die zweite Halbzeit war mehr als erfreulich“, sagte Alba Berlins Teammanager Henning Harnisch. „Das war ein Schritt nach vorn, zumal Ulm noch vielen Gegnern das Leben schwer machen wird.“

Es war für Alba Berlin im dritten Spiel der zweite Sieg nach dem Erfolg in Leverkusen am Mittwoch. Zum Auftakt hatte die neu zusammengestellte und noch nicht harmonierende Mannschaft von Trainer Henrik Rödl nach enttäuschender Leistung in der Max-Schmeling-Halle gegen die Telekom Baskets Bonn verloren. Gestern Abend ließen sich die Berliner zunächst vom enthusiastischen Publikum beeindrucken und auch von den Spielern des Aufsteigers, „die sich nach jedem Ball geschmissen haben. Zunächst hatten wir Probleme“, sagt Harnisch. Die Ulmer zeigten, warum sie am ersten Spieltag erst in letzter Sekunde in Frankfurt verloren hatten. Gestern holten sie zunächst viele Offensivrebounds, erkämpften sich also nach Korbwürfen vom Brett zurückspringende Bälle gleich wieder, weil die Berliner nicht schnell genug eingriffen. Doch Alba steigerte sich und hatte schon kurz nach Beginn des zweiten Viertels durch eine 14:5-Serie aus einem Rückstand eine knappe Führung gemacht. Das 46:40 zur Pause hatten die Berliner auch Dreipunktewürfen von Greene und Avery zu verdanken.

In der zweiten Halbzeit „hat man eine deutliche Steigerung gesehen, wir haben kollektiv gut verteidigt“, sagt Harnisch. Zwölf Ulmer Punkte ließen die Berliner im dritten Viertel zu, 14 im vierten – zusammen nur zwei mehr als im ersten Spielabschnitt. Positiv vermerkte Harnisch auch, dass Alba sich insgesamt nur acht Ballverluste leistet, „in Leverkusen waren es 19“. Nun soll am kommenden Samstag gegen Oldenburg der erste Heimsieg folgen. Tsp

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