Sport : Alba verliert auch in der Bundesliga Berliner verpflichten Amerikaner Whitehead

Benedikt Voigt

Berlin - Um kurz vor 21 Uhr betrat Luke Whitehead im blauen Alba-Hemd den bunkerähnlichen Presseraum in der Max-Schmeling-Halle. Mit dem 24 Jahre alten Basketballspieler schlüpfte Marco Baldi hinein, der wenig später auch das Wort ergriff. „Es gibt schönere Anlässe, um einen neuen Spieler vorzustellen“, sagte Albas Vizepräsident. Seine Mannschaft hatte gerade im elften Spiel die erste Niederlage in der Bundesliga kassiert. 73:75 unterlag das Team von Trainer Henrik Rödl vor 6267 Zuschauern dem Aufsteiger Bremerhaven. „Ich gehe davon aus, dass er uns sehr schnell helfen wird“, sagte Rödl. Whitehead spielte zuletzt in Südkorea für die Seoul Knights, der amerikanische Small Forward unterschrieb in Berlin einen Vertrag bis zum Saisonende. Seine Verpflichtung war aufgrund Matej Mamics schwerer Verletzung notwendig geworden.

„Ich hoffe, dass ich der Mannschaft neue Energie geben kann“, sagte Whitehead. Diese hatte Alba im letzten Viertel (9:19) vermissen lassen. „Uns hat in diesem Viertel die Aggressivität gefehlt“, bemängelte Trainer Rödl. Bei den Berlinern konnte lediglich Jovo Stanojevic überzeugen, der 17 Punkte erzielte, aber nach seinem vierten Foul im dritten Viertel Alba einige Minuten lang fehlte. Bei den Eisbären aus Bremerhaven überragte der US-Amerikaner Nick Jacobsen mit 30 Punkten. Mike Penberthy hatte gegen ihn lange Zeit verteidigt. „Aber andere Spieler hatten ihn auch“, sagte Trainer Rödl. Die Berliner wirkten nach einer guten ersten Halbzeit im letzten Viertel verunsichert, als sie Bremerhaven mit einer 0:11-Serie davonziehen lassen mussten.

Nach einer Auszeit 7,3 Sekunden vor dem Ende aber hatten die Berliner die Chance beim Stand von 73:75, den Ausgleich zu erzielen oder die Partie sogar zu gewinnen. Doch Hollis Price verlor beim Dribbling durch die Zone kurzzeitig den Ball, und Demond Greenes Wurf mit der Schlusssirene sprang wieder aus dem Ring heraus. Albas Serie in der Bundesliga ist nun zu Ende.

„Ich hoffe, das heißt, dass wir jetzt auch am Dienstag bei Aris Saloniki gewinnen“, sagte Henrik Rödl. Dann wäre nämlich auch die zweite aktuelle Serie der Berliner beendet, ihre sieglose Zeit im Uleb-Cup. Ob Luke Whitehead dort bereits mitspielen kann, ist fraglich. Alba wartet noch auf die Freigabe aus Südkorea.

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