Alba vor Eurocup-Spiel gegen Kragujevac : Im Endeffekt Achtelfinale

Alba empfängt am Mittwoch Kragujevac und denkt schon an den nächsten Gegner im Eurocup - Gruppensieger ist die Mannschaft schon. Nach den zwei Niederlagen in Straßburg und Hagen gehen die Berliner allerdings nicht völlig entspannt in die Partie.

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Ihm ist alles wurscht: Sven Schultze.
Ihm ist alles wurscht: Sven Schultze.Foto: imago

Sven Schultze kennt sich in Italien eigentlich gut aus, der Basketballspieler stand in seiner langen Karriere bei italienischen Erstligisten in Mailand, Udine, Casale Monferrato, Ferrara und Biella unter Vertrag. Ganz Italien kennt der 35-Jährige aber noch nicht, deswegen könnte das Eurocup-Achtelfinale für Schultze nicht nur sportlich reizvoll werden. „Ich war noch nie auf Sardinien, da würde ich gerne mal hin“, sagt Schultze. Dieser Wunsch des Alba-Kapitäns könnte schon Anfang März in Erfüllung gehen: Falls Dinamo Sassari am heutigen Mittwochabend Bamberg mit mehr als elf Punkten schlägt, würden die Berliner auf den sardischen Klub treffen. „Von der Reiserei her wär es allerdings einfacher, nach Bamberg zu kommen“, sagt Schultze. Beide möglichen Gegner seien etwa gleich stark, „im Endeffekt ist es wurscht“.

Im Endeffekt wurscht für die Berliner ist auch das heutige Heimspiel gegen Radnicki Kragujevac in der Arena am Ostbahnhof (20 Uhr, kostenloser Livestream auf www.rbb-online.de). Alba steht schon vor dem letzten Spieltag als Gruppensieger fest, die Serben brauchen einen Sieg, um Alba als Gruppenzweiter ins Achtelfinale zu folgen. Völlig entspannt geht das Team von Trainer Sasa Obradovic allerdings nicht in die Partie, nach der Rekord-Siegesserie von 17 Spielen in Folge verloren die Berliner zuletzt in Straßburg und Hagen. Bei beiden Niederlagen musste Obradovic auf Leon Radosevic verzichten, der kroatische Center fällt mit einer Kapselverletzung im Sprunggelenk auch für das Spiel gegen Kragujevac aus. „Für uns als relativ unerfahrenes Team ist das jetzt schon eine schwierige Phase“, sagt Sven Schultze.

Trainer Obradovic betont, sein Team sei noch nicht so weit, Spiele wie das in Hagen selbstverständlich für sich zu entscheiden. „Diese Situation ist realistisch für uns“, sagt der Serbe nach den beiden Niederlagen, „und nicht unbedingt die 17 Siege in Folge.“ Einige seiner Spieler seien in Hagen „in Panik geraten“, sagt Sasa Obradovic und fordert besonders von den erfahreneren Profis in seinem Kader, dass sie mehr Verantwortung übernehmen: „Wir können mehr von Levon Kendall und Vojdan Stojanovski erwarten.“

Angesichts der für Alba sportlich nur wenig wertvollen Aufgabe gegen Kragujevac denkt auch der Berliner Trainer bereits über den Achtelfinalgegner nach. „Beide Teams sind sehr stark, man kann nicht sagen, dass uns eine der beiden Mannschaften besser liegt“, sagt Obradovic über Sassari und Bamberg. Angesichts der in dieser Saison stark schwankenden Leistungen des Deutschen Meisters wäre Bamberg Obradovic fast lieber. Andererseits: „Für den deutschen Basketball wäre es natürlich nicht gut, wenn zwei Bundesliga-Klubs in der K.-o.-Phase gleich aufeinandertreffen.“

Oder, mit den Worten von Sven Schultze zusammengefasst: Im Endeffekt ist es wurscht.

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