Alba vor Tübingen : Auf der Suche nach dem Spielfluss

Nach deutlichen Niederlagen mit vielen Fehlern will Alba am Mittwochabend in der Bundesliga gegen Tübingen wieder überzeugen.

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Marco Baldi will gegen Tübingen eine stärkere Alba-Mannschaft sehen als zuletzt.
Marco Baldi will gegen Tübingen eine stärkere Alba-Mannschaft sehen als zuletzt.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Wenn ein Geschäftsführer davon spricht, „momentan nicht besonders flüssig zu sein“, klingt das durchaus besorgniserregend. Allerdings meint Alba Berlins Manager Marco Baldi mit diesem Satz nicht die Finanzen des achtmaligen deutschen Basketball-Meisters, sondern die Spielweise der Mannschaft. Zuletzt unterlagen die Berliner in Kaunas und Oldenburg jeweils deutlich und präsentierten sich dabei weit von ihrer Bestform entfernt. Am Mittwoch , wenn die Tigers Tübingen um 20 Uhr in der Arena am Ostbahnhof zu Gast sind, soll sich das ändern. „Hart verteidigen, Schnellangriffe laufen, einfache Punkte machen, in den Fluss kommen“, gibt Baldi als Vorgabe für das heutige Bundesligaspiel gegen den Tabellenzehnten aus.

Der erwähnte Fluss in Albas Spiel schien zuletzt zu einem Rinnsal geworden zu sein, er tröpfelte mehr, als dass er sprudelte. Die Berliner punkteten hauptsächlich durch Einzelaktionen, beim 67:82 in Oldenburg gelangen der Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic gerade einmal sechs Assists, also direkt verwertete Korbvorlagen. Hinzu kamen etliche Ballverluste – 23 in Kaunas, 15 in Oldenburg.

Baldi sagt, die Berliner Profis hätten zwischenzeitlich „ein bisschen den Faden verloren“ und „nicht die einfachen Sachen gemacht“. Die Ursache für die holprigen Angriffe hat Albas Geschäftsführer bei der Defensivarbeit ausgemacht – wo sozusagen die Quelle des Flusses liegt, um im Bild zu bleiben. „Wir leben davon, dass wir mit maximaler Intensität verteidigen“, sagt Baldi. „Wenn uns da drei Prozent fehlen, sind wir nicht drei Prozent schlechter, sondern gleich 30 Prozent.“

Besserung sollen laut Baldi die Spiele bringen, „fürs Training haben wir im Moment sowieso kaum Zeit“. Am Sonntag steht das Prestigeduell beim FC Bayern an, danach geht es im gewohnten Stakkato aus Euroleague und Bundesliga weiter. Zumindest der stete Strom der Spiele reißt also nicht ab.

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