Sport : Alba zittert sich an Tabellenspitze

Albas Basketballer siegen glanzlos 68:59 in Trier. Julius Jenkins hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Alba einem blauen Auge davonkam.

Andreas Feichtner

Trier - Im Training hatte Julius Jenkins wegen einer Oberschenkel-Verletzung pausieren müssen. Und so war lange unklar, ob der Flügelspieler beim Berliner Gastspiel am Samstagabend in Trier überhaupt mit dabei sein würde. Jenkins konnte spielen – und der 28-Jährige hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Alba beim mühsamen 68:59 (33:36)-Erfolg vor 5300 Zuschauern beim TBB Trier mit einem blauen Auge davonkam. Jenkins machte 17 Punkte, ganz wichtige davon vier Minuten vor Ende der Partie, als sich die Gastgeber wieder Hoffnungen auf die Überraschung machen durften. Nach einem 9:0-Lauf führten die Trierer, die schon in der ersten Halbzeit meist knapp in Führung lagen, mit einem Punkt. Ein Zwischenspurt und drei starke letzte Minuten reichten den Berlinern dann aber, um einen glanzlosen Sieg einzufahren und die Baskets Bonn vorerst von der Spitze der Tabelle zu verdrängen. Die Bonner spielen heute in Quakenbrück.

„Möglichst lange mithalten“, das hatte der Trierer Trainer Yves Defraigne vor dem Spiel als Minimalziel ausgegeben. Schließlich sind die Moselaner seit einigen Wochen in der Krise: In der Liga war dies die sechste Niederlagen in Folge. Hinzu kommen Finanzprobleme, auf welche die Trierer mit einer Gehaltskürzung von zehn Prozent reagiert hatten. Von der klaren Rollenverteilung war aber abgesehen von der Schlussphase nichts zu sehen. Trier begann konzentrierter als die Berliner, bei denen auch die ebenfalls zuvor verletzten Rashad Wright und Dragan Dojcin spielten. Im dritten Viertel kam Alba die stärker besetzte Bank zugute. Und in den letzten beiden Minuten sorgte das Team von Luka Pavicevic zumindest noch für ein halbwegs standesgemäßes Ergebnis. 

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