Sport : Albas Chubb schreibt schon Autogramme

Lars Spannagel

Berlin - Eigentlich wollte Alba Berlin am Sonntag zwei neue Spieler präsentieren. Beim Rundgang durch die neue Großarena war aber nur Center Adam Chubb dabei. Sein neuer Mitspieler beim deutschen Basketballmeister, Rashad Wright, war nicht wie geplant in Berlin gelandet. Der Spielmacher hat anscheinend seinen Anschluss am Flughafen Newark bei New York verpasst, jedenfalls wartete Albas Abholservice vergeblich auf den Neuzugang von Efes Pilsen Istanbul. Bis zum Abend hatte der Klub noch keinen Kontakt zu Wright. Am Dienstag steigt Alba ins Training für die neue Saison ein, bis dahin sollte der 26-Jährige den Weg nach Berlin gefunden haben.

Wrights neuer Kollege Adam Chubb schrieb dagegen schon sein erstes Autogramm in Berlin – unter ein Formular der Bausicherung in der neuen Halle am Ostbahnhof. Für den Ausflug an seinen neuen Arbeitsplatz wurde Chubb von Alba auch eingekleidet – mit Bauhelm und Sicherheitsstiefeln, Größe 52.

Auf dem frisch verlegten Parkett in der Arena sah dann selbst Basketballer Chubb – immerhin 2,07 Meter plus Bauhelm – winzig aus. „Die Halle war auch ein Grund für meinen Wechsel nach Berlin“, sagte er. „Neben dem guten Ruf von Trainer Luka Pavicevic und der Chance, in der Euroleague zu spielen.“ Chubb kommt von den Artland Dragons Quakenbrück zu Alba. Die Berliner empfangen Quakenbrück zum ersten Heimspiel der Saison, die 12 000 Einwohner von Chubbs alter Heimat würden bequem in seine neue Heimhalle passen.

Auch wenn er in der Großarena noch über Bauschutt klettern und sich unter herabhängenden Kabeln ducken musste – Chubb schien sich schon wohl zu fühlen. Die fertige Alba-Kabine mit gepolsterten Einzelplätzen gefiel ihm gut, bis auf ein Detail: „Wo ist der Whirlpool?“ Als er dann die deutsche Version des Whirlpools – das Entmüdungsbecken – entdeckte, hatte er keine Lust mehr, auch nur den kleinen Finger hineinzutunken. Das Wasser schimmerte grünlich durch den Staub der andauernden Bauarbeiten. Adam Chubb wird sich noch ein bisschen gedulden müssen, bis Alba ganz in der neuen Halle angekommen ist. Lars Spannagel

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