Sport : Albas Hitliste

ALBA BERLIN

Wenn Alba Berlin einläuft, dann knallt’s. Spannungsvolles Introvideo (dazu Alex Clares Song „Too Close“), kurzer Funkenflug, und schon pumpen die Bässe. Der Lautstärkepegel erreicht knapp 100 Dezibel, das entspricht etwa einem handelsüblichen Presslufthammer. Neuer Coach, neues Team, neue Einlaufhymne – Alba setzt 2012/13 auf „Alles neu“ von Peter Fox. Die Hookline passt zur Mission, außerdem steht der Seeed-Frontmann für Berlin, für Identifikation. Das steht den Basketballern gut zu Gesicht, denn eine Vereinshymne konnte sich trotz verschiedener Versuche bislang nicht etablieren. „Das absolute Kult-Lied haben wir noch nicht gefunden“, meint Jens Potschwadek, der den Alba-Fans seit 2009 gemeinsam mit Mike Charnow als DJ einheizt. „Schunkelmusik à la ‚blau-weiße Hertha‘ passt einfach nicht zum Basketball“, ist er sich sicher. Das Credo des DJ-Teams: Stimmung machen, ohne Stimmungsmusik zu spielen. Kein Schlager, kein Ballermann, kein Après-Ski – dafür Charts, Black- und Dance-Music, garniert mit ausgewählten Klassikern. Ausnahmen gibt es nur auf Wunsch der Mannschaft: Albas Kapitän Sven Schultze hatte einmal um Musik der Atzen gebeten und bekam die Prollrapper beim Spiel auch zu hören. Abgegriffene Gassenhauer wie Queens „We will rock you“ versuchen die DJs zunehmend zu vermeiden, wissen aber um die Macht markanter Rhythmen. „Die Fans reagieren eher auf Beats als auf Melodien“, sagt Potschwadek. Deutschland ist das Land der Mitklatscher, ob Spitzensport oder Volksmusik, macht da keinen Unterschied. Über Albas Facebook-Profil können geneigte Fans Songs ins Programm wählen. Frei nach Peter Fox: Wenn’s dir nicht gefällt – mach neu! jla

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