Albas Neuzugang Blagota Sekulic : Sechs Spiele, ein Titel, viele Punkte

Alba Berlins neuer Center Blagota Sekulic ist die erhoffte Verstärkung für den Deutschen Meister. Bei der knappen Niederlage in Madrid war er der Topscorer.

Helen Ruwald

Berlin - Die gegnerischen Fans empfingen Blagota Sekulic mit „Welcome back“-Plakaten. Bis zur vorigen Saison spielte der Montenegriner für Real Madrid und feierte mit dem Klub auch den Gewinn des Uleb-Cups. Am Donnerstag kehrte er mit Alba Berlins Basketballern nach Spanien zurück – und die Gastgeber dürften ihn vorübergehend verflucht haben. Der Centerspieler war der Topscorer des Europaligaspiels. 21 Punkte erzielte er in knapp 24 Minuten und holte acht Rebounds. Dass Sekulic, der seit Mitte Februar das Berliner Trikot trägt, trotz seiner besten Leistung für Alba nörgelte, lag an der 82:83-Niederlage durch den entscheidenden Korb für Real 0,2 Sekunden vor dem Ende. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt“, sagt Sekulic. „Wir waren 40 Minuten lang besser.“

Wenigstens er selbst nutzte seine Chance. Centerkollege Adam Chubb blieb nach vier Fouls nach der Pause auf der Bank, Aleksandar Nadjfeji schwächte ein Infekt – so durfte Sekulic, der wie Albas Trainer Luka Pavicevic aus Podgorica stammt, länger auf dem Feld bleiben als zuvor. Sechsmal lief er bislang für Alba auf – einmal in der Bundesliga, zweimal im Pokal, dreimal in der Europaliga –, hat sofort den Pokalsieg gefeiert und in der Europaliga in durchschnittlich 16 Minuten Spielzeit beachtliche zehn Punkte im Schnitt erzielt. „Es hätte nicht besser laufen können“, sagt Sekulic, der gestern 27 Jahre alt wurde und heute mit Alba den Tabellenzehnten Ludwigsburg empfängt (17 Uhr, Arena am Ostbahnhof). Unter dem Korb bleibt ihm dabei das Duell mit dem 134 Kilo schweren Tomas Nagys erspart. Ludwigsburgs Center ist wegen einer Tätlichkeit gesperrt. Helen Ruwald

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