Sport : Albas Wright nimmt ein neues Medikament

Ingo Schmidt-Tychsen

Berlin - Michael Wright spricht nicht gerne über seine Krankheit. Auch die Behandlung des Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS), unter dem der US-Amerikaner leidet, würde er am liebsten für sich behalten. Nur ist seit dem 6. April das Interesse der Öffentlichkeit daran sehr groß. An diesem Tag wurde bekannt, dass der Basketballer von Alba Berlin positiv auf Amphetamine getestet worden war. Eine Sperre von 12 Spielen durch die Antidopingkommission des DBB war die Folge.

Michael Wright nahm seit seinem 14. Lebensjahr amphetaminhaltige Medikamente. Amphetamine stehen auf der Dopingliste. Deshalb muss Michael Wright auf ein Medikament umsteigen, dass keine Amphetamine enthält, wenn er nach der Sperre wieder spielen will. Und das hat der 25-Jährige seit ein paar Wochen getan. „Ich nehme jetzt ein Mittel ohne Stimulanzien“, sagte er dem Tagesspiegel. Ob das neue Medikament ihm genauso gut helfen kann, wie sein altes? „Das kann ich noch nicht genau sagen. Ich bin derzeit noch dabei, es auszuprobieren.“ Den Namen des Mittels will Michael Wright nicht nennen: „Das ist meine Privatsache.“

Michael Wright könnte frühestens in einer möglichen fünften Halbfinal-Begegnung um die deutsche Meisterschaft wieder eingesetzt werden. Wie wichtig der US-Amerikaner für seine Mannschaft ist, zeigte sich im ersten Halbfinalspiel gegen die Skyliners Frankfurt am Sonntagabend. Den Frankfurter Power Forward Chris Williams, der auf Michael Wrights Position spielt, konnte kein Berliner Verteidiger unter Kontrolle bringen. Dem Defensivspezialisten Michael Wright wäre das wohl besser gelungen. Doch er musste sich von der Bank aus ansehen, wie Williams mehrfach den Ball in den Berliner Korb stopfte und so insgesamt 20 Punkte erzielte. „Ich denke, ich hätte ihn stoppen können“, sagt Michael Wright.

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