Sport : Alemannia zeigt Moral

Wolfsburg – Aachen 1:2

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Wolfsburg - Alles wurde anders. Trainer Klaus Augenthaler verabschiedete sich sofort von der Offensive, tauschte Stürmer Boakye gegen den defensiven Madlung. Doch der Schaden, den Facundo Quirogo schon nach einer knappen halben Stunde durch seine Gelb- Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels beim VfL Wolfsburg angerichtet hatte, ließ sich durch diese taktischen Kunstgriffe nicht beheben. Der Gegner, Alemannia Aachen, nutzte das über einstündige Überzahlspiel, um nach acht sieglosen Spielen mit einem 2:1 (0:0) endlich mal wieder drei Punkte einzufahren. „Der frühe Platzverweis war Gift für uns“, grantelte Wolfsburgs Torhüter Simon Jentzsch.

Jentzsch selbst trug auch eine gewisse Mitschuld an der Wolfsburger Niederlage. „Beim zweiten Gegentor sehe ich schlecht aus. Das muss ich auf meine Kappe nehmen“, sagte der Torhüter. Nico Herzig wurde dieser Treffer leichtgemacht, weil Jentzsch neben den Ball faustete. Erst fünf Minuten zuvor hatte der ehemalige Cottbuser Laurentiu Reghecampf mit einem von Hofland noch abgefälschten Freistoß die Wolfsburger Führung durch Alexander Madlung ausgeglichen.

Aachens Trainer Michael Frontzeck lobte vor allem die Moral seiner Mannschaft. „Wir haben uns auch nach dem Rückstand nicht beirren lassen“, stellte er freudig fest. „Die Mannschaft hat mein Vertrauen, und sie hat gezeigt, warum das so ist.“ dpa/Tsp

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