Sport : Alex Alves verlässt Berlin Atletico Mineiro wird den Brasilianer ausleihen

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Die Entscheidung steht fest: Der Brasilianer Alex Alves wird Hertha BSC verlassen. „Wir stehen kurz vor Abschluss der Verhandlungen. In den nächsten zwei, drei Tagen ist die Sache vom Tisch“, sagt Herthas Manager Dieter Hoeneß. Am Mittwoch wird Alves nach Brasilien reisen. Sein neuer Klub Atletico Mineiro will ihn einen Tag später in Belo Horizonte vorstellen. Hoeneß sagt: „Alves wird nicht nach Berlin zurückkehren.“ Schon in Wolfsburg war Alves nicht mehr dabei. „Ich habe Halsschmerzen“, hatte er vor dem Abschlusstraining zu Herthas Trainer Huub Stevens gesagt – und schlenderte am nächsten Tag lässig mit Sonnenbrille über den Tauentzien, um schließlich in aller Ruhe im KaDeWe einzukaufen. Zur gleichen Zeit saßen die Kollegen im Wolfsburger Stadion und bereiteten sich auf das Spiel vor.

Für Hertha ist der Transfer ein teures Geschäft. Alves war im Dezember 1999 von Cruzeiro Belo Horizonte nach Berlin gewechselt, Hertha überwies damals 15,2 Millionen Mark nach Brasilien. Alves ist der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte der Berliner. Auch deshalb hatte Hertha immer wieder viel Geduld mit dem Stürmer bewiesen, der aber nie sein Image als divenhafter Faulpelz hatte abstreifen können. Zudem bewegte Alves sich immer mehr am Rand der Mannschaft. Im nächsten Jahr läuft sein Vertrag aus. Geld wird Hertha jetzt für den 28jährigen Stürmer nicht sehen: Mineiro wird ihn ablösefrei ausleihen und einen gewissen Teil seines Gehaltes zahlen. Angeblich übernimmt Hertha 30 Prozent des bisherigen Gehaltes. Alves hat 2,2 Millionen Euro Grundgehalt verdient.

Unterdessen verdichten sich die Gerüchte, dass Fredi Bobic von Hannover 96 im Sommer nach Berlin wechseln wird. Der 31-jährige Nationalstürmer wäre ablösefrei zu haben. AG

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