Sport : Alex und Alex gegen Alex

Mathias Klappenbach betreibt Ahnenforschung in Europas Fußball

Mathias Klappenbach

Einst fragte man sich in Dortmund, ob es zwei Brasilien gebe: Eines, aus dem die eigenen Neuzugänge kommen, und eines, aus dem Leverkusen seine vielen guten Spieler holte. Doch so einfach ist das nicht mehr, wenn ab heute wieder die besten Spieler der Welt (außer den Bayern) in der besten Liga der Welt aufeinandertreffen. Wieso spielt Pizarro jetzt beim AS Rom, war der nicht zu Chelsea gewechselt? Und wer war noch einmal einst beim HSV gescheitert, Cristian Ledesma von Lazio oder Cristian Ledesma aus Piräus? Falls es wirklich zwei Spieler sind, wird es sich im direkten Duell in Gruppe C zeigen. Und Alves, hat der im Sommer einen Vertrag in Porto und einen in Sevilla unterschrieben?

Gemeint ist hier nicht der Ex-Herthaner Alex Alves. Außerdem spielt Alex für Fenerbahce. Und für Chelsea. Die haben noch zwei Coles, auch nicht leichter auseinanderzuhalten als Cissé von Olympique Marseille und Cissé von Besiktas Istanbul. Adriano stürmt hingegen in Donezk und für Porto, Inter Mailand will seinen dagegen am liebsten loswerden. Fenerbahce hat einen Serdar, Besiktas zwei. Bei ZSKA Moskau spielen dafür zwei Beresutskiys. Der Bruder von Barcelonas Touré steht bei Arsenal auf dem Platz. Für Sporting Lissabon läuft Farnerud auf (auch für den VfB Stuttgart), für Eindhoven de Jong (in der Bundesliga beim HSV), für Benfica Luisao (nicht der Ex-Herthaner Luizao, der ist in der Zweiten Liga im echten Brasilien). An all das wird man sich gewöhnen.

Offen bleibt aber, wieso Slavia Prags Gaucho Brasilianer ist.

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