Sport : Alle Spieler sind fit

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Ibaraki (dpa). Irland vor Augen – aber das Achtelfinale schon im Kopf: Die deutsche Mannschaft hat vor dem zweiten Gruppenspiel einen Vorrunden-K.o. praktisch ausgeschlossen; das neue Nahziel verkündete am Montag Jens Jeremies: „Wir wollen Gruppensieger werden“, sagte der Defensivspieler vom FC Bayern München zwei Tage vor dem zweiten Vorrundenspiel am Mittwoch in Ibaraki gegen Irland. Der dreimalige Weltmeister will die Vorrunde unbedingt als Nummer eins abschließen, um so zu Beginn der K.o.-Runde möglicherweise auf einen vermeintlich leichteren Gegner der Spanien-Gruppe zu treffen. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die Iren schlagen“, sagte Michael Skibbe, der Assistent von Teamchef Rudi Völler.

Völler kann gegen Irland die gleiche Startelf aufbieten wie gegen Saudi-Arabien. Carsten Ramelow, der zum WM-Auftakt wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel nach 45 Minuten ausgewechselt werden musste, ist wieder fit. „Es gibt keine Probleme“, sagte er. Der Leverkusener bestritt am Montag das Mannschafts-Training in der A-Elf voll mit.

Alle 23 Spieler sind fit, auch Marko Rehmer steht für einen Einsatz im Ibaraki Kashima Soccer Stadium bereit. „Er hat voll mittrainiert und steht als echte Alternative zur Verfügung“, sagte Skibbe. Der 21-jährige Abwehrspieler Christoph Metzelder wird zwar von einem Bänderriss in der Hand gehandikapt, doch der Dortmunder sieht das gelassen. Carsten Ramelow betrachtet ein ganz anderes Thema als viel bedeutsamer: „Wir müssen uns noch einen Tick steigern“, sagte der Leverkusener. Saudi-Arabien war absolut kein Maßstab dafür, ob die deutsche Defensive ihre Defizite inzwischen minimieren konnte. Mit dem zweiten WM-Sieg könnte das DFB-Team bereits das Ticket für das Achtelfinale buchen. „Auch im Achtelfinale und im Viertelfinale haben wir immer die Möglichkeit, den Gegner zu besiegen, egal wie er heißt“, sagte Skibbe. Völler verordnete seinem Team und vor allem dem dreimaligen Torschützen Miroslav Klose Ruhe. Die Spieler bekamen am Montagnachmittag Freizeit, und Klose wurde von allen Kameras und Mikrofonen fern gehalten.

Bei der letzten Besprechung will der Teamchef nochmal ernst werden. „Es wird diesmal eine ganz andere Gegenwehr geben“, warnte Völler. Und aus dem Kreis der Iren kommen auch schon recht forsche Töne. Trainer Mick McCarthy vertritt weiter seine Meinung, nach der „Deutschland nicht besser als Kamerun ist“. McCarthy weiter: „Ich glaube, dass unser Punkt gegen Kamerun wertvoller war als die drei Punkte der Deutschen gegen Saudi-Arabien. Außerdem haben wir uns in einer Gruppe mit Holland und Portugal für die WM qualifiziert, und die sind - nach allem, was man weiß - stärker als Deutschland. Warum sollen wir uns also fürchten?“

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