Sport : Alle um einen

Mathias Klappenbach

über das neu organisierte Radteam von Jan Ullrich Neun Jahre werden im kommenden Juli vergangen sein, seit Jan Ullrich die Tour de France gewonnen hat. Lance Armstrong wird nicht mehr mitfahren. Dafür ist Rudy Pevenage wohl wieder in offizieller Funktion beim Team T-Mobile dabei.

Der väterliche Freund von Ullrich durfte zuletzt nur als „persönlicher Betreuer“ amtieren. Nach dem Abschied von Teamchef Walter Godefroot bekommt Pevenage nun wieder einen Sitzplatz im Teamauto. Aber die Rückkehr des Belgiers ist nur ein weiterer Schritt in einer Reihe von Sonderwünschen, die der Rennstall seinem Star Ullrich erfüllt. So hatten Erik Zabel und Alexander Winokurow keine sportliche Daseinsberechtigung mehr neben Ullrich, für den Pevenage eine nur auf den Toursieg konzentrierte Mannschaft formen soll.

Aber all diese Veränderungen sind unwichtig. Es geht darum, ob Ullrich sportlich überhaupt noch in der Lage ist, seinen Triumph von 1997 zu wiederholen. In der Vergangenheit wusste Walter Godefroot oft nicht, wo und wie sein Star gerade trainiert. Diese Freiheit wird sich Jan Ullrich nicht nehmen lassen. Der einzige Unterschied wird wohl sein, dass mit Rudy Pevenage ein Angestellter des Rennstalls genau weiß, warum Ullrich noch nicht ganz so in Form ist wie erhofft.

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