Sport : Aller Anfang ist wichtig

Hartmut Moheit

Für keinen Trainer der Welt gibt es bei sportlichen Höhepunkten leichte Gegner. Auch für Heiner Brand bei der Handball-WM im eigenen Land nicht. Natürlich ist dem deutschen Bundestrainer klar, dass Brasilien zum Auftakt und danach Argentinien nicht das Können der Favoriten haben, aber dennoch fordert er gleich zum heutigen Auftakt hundertprozentige Fitness und Einsatz gleichermaßen. Es kommt dem erfahrenen Coach eben darauf an, dass seine Spieler, im Bunde mit den Fans in der Halle und der Öffentlichkeit ganz allgemein, eine Siegesstimmung erzeugen, die sich letztlich in den entscheidenden Spielen im Selbstvertrauen widerspiegelt.

Deshalb war es gut, dass der Bundestrainer angesichts des Verletzungspechs im Vorfeld der WM nicht groß haderte. Was blieb ihm allerdings auch anderes übrig? Der deutsche Handball hat weltweit einen viel besseren Ruf, als so mancher Kritiker es wahrhaben möchte. Und so verfuhr Brand nach Olympia 2004, als er sein Team verjüngen musste und es danach wegen vieler Verletzungen nie stabil bekam, immer nach demselben Muster: Jeder Spieler ist ersetzbar. Ob auf gleichem Niveau, das diskutierte Brand eher intern. Mit dieser Strategie hat er nun eine Mannschaft geformt, die sich gegen Brasilien und Argentinien zunächst weiterentwickeln kann und dann auch in der Hauptrunde eine Chance hat. Auch deshalb wäre es falsch, von einem leichten Auftakt zu sprechen, es wird ein ganz wichtiger.

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