Sport : Alles oder nichts

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Das Superfinale steht: Dortmund gegen Bayern. Mehr geht derzeit nicht. Und weil das vermutlich bis in den Mai hinein so bleiben wird, steigt der Wert des Pokalwettbewerbs. Endlich mal wieder ein Duell auf Augenhöhe, ein Duell also, in dem die Rollen nicht klar verteilt sind. Hier der Favorit, da der Außenseiter. Eine solche Konstellation verleiht dem Pokal zwar seinen unverwechselbaren Reiz, doch das auch maximal bis zum Halbfinale. Im Endspiel sollen sich die beiden stärksten Mannschaften gegenüber stehen.

Ist ja möglich, dass die Meisterschaft zwischen diesen beiden Mannschaften erst am letzten Bundesligaspieltag entschieden wird. Eine Woche später hätte dann der Vize-Meister die Gelegenheit, sich zu revanchieren. Was aber, wenn der Meister auch noch den Pokal gewinnt, und wenn das nicht der FC Bayern wäre? Nicht auszudenken, was dann in München los wäre.

Im nationalen Interesse wäre ein solcher Ausgang nicht unbedingt. Der FC Bayern hat in Neuer, Boateng, Badstuber, Kroos, Müller, Schweinsteiger und Gomez gleich sieben Stammspieler der Nationalmannschaft. Und die hat anschließend den Titel zu gewinnen. Die Dortmunder haben in Hummels und vielleicht Götze zwei für Löws erste Elf. Bender und vielleicht auch Schmelzer und Großkreutz sind eher Ersatz. Dass die Nationalspieler aus beiden Klubs durch das Pokalfinale die ersten Trainingslagertage der Nationalmannschaft verpassen, ist noch das geringste Problem. Was aber, wenn Löw sieben Bayern erst wieder aufrichten müsste?

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