Sport : Allianz-Arena: Strafe gegen Alpine-Chef wegen Bestechung

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München - Im zweiten Korruptionsprozess um den Bau der Münchner Allianz-Arena ist der Chef des österreichischen Baukonzerns Alpine, Dietmar Aluta-Oltyan, zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 1,8 Millionen Euro Geldbuße verurteilt worden. Das Landgericht München sprach den 61-Jährigen wegen Bestechung schuldig. Aluta-Oltyan hatte Schmiergeldzahlungen von 2,8 Millionen Euro an Karl-Heinz Wildmoser junior für Informationen aus dem Vergabeverfahren eingeräumt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Aluta-Oltyan versicherte im Prozess, das Bestechungsgeld sei von der Schweizer Niederlassung der Alpine gezahlt worden und nicht in den Angebotspreis für die Arena eingerechnet gewesen. Wildmoser junior, einst Geschäftsführer der Münchner Stadion GmbH, war im Mai wegen Bestechlichkeit und Untreue zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Über seinen Revisionsantrag entscheidet der Bundesgerichtshof. Die 340 Millionen Euro teure Arena war im Mai 2005 kurz nach der Verurteilung von Wildmoser junior eröffnet worden. dpa

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