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Allofs-Nachfolger : Eichin wird Sportchef bei Werder Bremen

27.12.2012 17:23 Uhrvon
Thomas Eichin trägt ab sofort das "W" im Herzen. Foto: dpaBild vergrößern
Thomas Eichin trägt ab sofort das "W" im Herzen. - Foto: dpa

UpdateThomas Eichin, derzeit Geschäftsführer des Eishockey-Klubs Kölner Haie, wird neuer Sportchef bei Werder Bremen und folgt auf den nach Wolfsburg abgewanderten Klaus Allofs.

Auf hochklassiges Eishockey muss Thomas Eichin demnächst wohl verzichten. Die Weserstars Bremen dümpeln in der drittklassigen Oberliga Nord im Tabellenkeller herum. Kein Vergleich zu den Kölner Haien aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), wo Eichin in den vergangenen Jahren als Geschäftsführer gearbeitet hat. Es stört ihn nicht im Geringsten. Eichin gibt unumwunden zu, dass er all die Jahre als Eishockey-Manager davon geträumt hat, einen verantwortlichen Posten bei einem Fußball-Bundesligisten übernehmen zu dürfen. Der Traum ist wahr geworden. Am Donnerstag präsentierte Werder Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke den ehemaligen Mönchengladbacher Fußballprofi als Geschäftsführer Sport bei Werder.

Er tritt die Nachfolge von Klaus Allofs an, der im November zum VfL Wolfsburg gewechselt war.

Lemke nannte Eichin „eine smarte Lösung“ und sagte: „Thomas Eichin passt mit seinem bisherigen Erfahrungen genau in unser Anforderungsprofil.“ Die Entscheidung für den 46-Jährigen sei im Aufsichtsrat mit einem 9:0-Ergebnis gefallen. Lemke hat es trefflich verstanden, Eichin als Wunschkandidaten des Klubs zu verkaufen. Was so definitiv nicht stimmt. Denn mit Dietmar Beiersdorfer, der Werder absagte weil er seinen Vertrag als Sportdirektor bei Zenit St. Petersburg erfüllen wollte und Marc Kosicke, der Werder aus privaten Gründen einen Korb gab, standen auf Werders so genannter Shortlist zwei Kandidaten vor Eichin.

Der scheint damit keinerlei Probleme zu haben. „Fußball ist immer noch mein Ding. Das ist die einmalige Chance für mich in einer sehr interessanten Position bei einem so renommierten Verein in den Fußball zurückzukehren.“ Gleichzeitig machte er klar, dass er bereits Angebote aus dem bezahlten Fußball abgelehnt habe. „Es war ein Traum, aber das Anforderungsprofil musste passen und das passt bei Werder“, sagte Eichin.

Seinen Job in Bremen wird er allerdings erst im Frühjahr des kommenden Jahres antreten, wenn die Saison in der DEL beendet ist. Darauf haben sich Fußball- und Eishockeyklub geeinigt. Bis dahin werde er seine Aufgaben bei den Kölner Haien „mit Herzblut und hoffentlich mit dem Titel beenden“. Gleichzeitig betonte Eichin, dass es einen kurzen Draht zu Werder gebe und man die wichtigsten Dinge bis dahin abstimmen werde, ohne dass seine Aufgabe in Köln darunter leide.

Krisenerprobt ist Thomas Eichin alle Mal. Nach dem Rückzug mehrerer Sponsoren und der drohenden Insolvenz 2010 hat er den Traditions-Eishockeyklub aus Köln wieder auf wirtschaftlich gesunde Beine gestellt und mit dem ehemaligen Bundestrainer Uwe Krupp sowie jungen Spielern wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Genau das soll er nun bei Werder Bremen wiederholen.

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