Alpine Ski-WM in St. Moritz : Viktoria Rebensburg verpasst Medaille knapp

Ein Fehler im Schlussabschnitt hat Viktoria Rebensburg im ersten Rennen der Weltmeisterschaft eine Medaille gekostet. Im Super-G wurde sie Vierte.

Viktoria Rebensburg wurde in St. Moritz Vierte im Super-G.
Viktoria Rebensburg wurde in St. Moritz Vierte im Super-G.Foto: REUTERS/Stefano Rellandini

Ein Fahrfehler kurz vor dem Ziel hat Viktoria Rebensburg die erste Medaille bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz gekostet. Die beste deutsche Skirennfahrer landete am Dienstag im Super-G auf dem unglücklichen vierten Rang, nur 0,17 Sekunden hinter Platz drei. „Das tut weh“, sagte Rebensburg und haderte mit dem Schnitzer nach einer Linkskurve, als sie die Linie nicht halten konnte. „Da hat es mich hinten reingedrückt, und ich habe die Zehntel verloren, die mir fehlen auf den Dritten“, sagte die 27-Jährige.

Der Sieg ging überraschend an Nicole Schmidhofer aus Österreich, die in ihrer Karriere noch nie einen Weltcup gewonnen und im Super-G erst ein Podestresultat vorzuweisen hatte. Vor einem Jahr hatte sie beim Training in Cortina noch einen Kreuzbandriss erlitten. „Ich bin nie verlegen um einen Spruch, aber heute ist es schwer. Gold war für mich unerreichbar mit der Lara“, berichtete sie und meinte: „Unglaublich!“

Zweite wurde Tina Weirather aus Liechtenstein (+0,33 Sekunden) vor Top-Favoritin Lara Gut (+0,36), die als Lokalmatadorin nicht für das erste Gold sorgen konnte. Als die letztjährige Weltcup-Gesamtsiegerin zunächst knapp hinter Weirather als Zweite über die Ziellinie fuhr, kam vom Publikum auf den nicht voll besetzten Tribünen ein kollektives „Aaahh“. Die Schweizerin Gut selbst, die in diesem Winter vor der WM drei von vier Super-G gewonnen hatte, lehnte danach lange enttäuscht gegen eine Absperrung, ehe sie das Lächeln wieder fand. „Die erste Medaille, sicher cool und so“, meinte sie: „Es ist eine Medaille, ich denke, es wird immer besser.“

Immerhin blieb ihr Edelmetall - im Gegensatz zu Rebensburg, die dem Deutschen Skiverband die erste WM-Medaille im Super-G seit Maria Rieschs Bronze 2011 einfahren wollte. Das bis dato letzte Gold in der Disziplin hatte Katja Seizinger 1993 in Morioka Shizukuishi gewonnen.

Nun will es Rebensburg in der Abfahrt am Sonntag besser machen. „Die WM hat gerade erst angefangen, und ich habe gezeigt, dass ich in guter Form bin und voll dabei“, sagte sie. „Irgendwann kommt das Glück zurück. Ich werde auf alle Fälle meinen Teil dazu beitragen.“

Gar nicht ins Ziel kam US-Star Lindsey Vonn: Die Rekordsiegerin im Weltcup wählte eine freche Linie und fuhr nach rund 44 Sekunden an einem Tor vorbei. „Heute hieß es: Alles oder nichts. Und es wurde nichts“, sagte Vonn. Auch sie setzt nun auf die Abfahrt, wo sie Favoritin ist. Super-G-Titelverteidigerin Anna Veith aus Österreich, die zuletzt mehr als ein Jahr verletzt gefehlt hatte, schied ebenfalls aus. Kira Weidle kam als zweite DSV-Starterin auf Rang 31. (dpa)

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